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Taifun auf Philippinen - erste Tote

Schweres Unwetter

© Reuters

Taifun auf Philippinen - erste Tote

Mit zerstörerischer Kraft hat der Taifun "Parma" die Philippinen erreicht und die Menschen dort kurz nach dem todbringenden Tropensturm "Ketsana" erneut auf eine harte Probe gestellt. 405 Kilometer nördlich der Hauptstadt Manila wurden Bäume entwurzelt und Dächer abgedeckt - schon Stunden, bevor der Taifunwirbel am Samstagabend (Ortszeit) nahe der Stadt Santa Ana mit Spitzengeschwindigkeiten von 175 Stundenkilometern und Böen von 210 Stundenkilometern auf Land stieß.

Schwere Regenfälle verwandelten Flüsse binnen Minuten in reißende Ströme. In ersten Berichten war von mindestens drei Toten die Rede. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurde ein Mann unter einem einstürzenden Dach begraben, ein anderer Mann und ein zweijähriger Bub wurden von den Fluten fortgerissen und ertranken.

"Der Sturm hat jetzt unsere Region erreicht, und wenn er weiter zunimmt, kann das katastrophal werden", sagte Polizeisprecher Roberto Damian aus der nördlichen Provinz Cagayan. Umgestürzte Bäume blockierten viele Straßen oder rissen Stromleitungen ab. Auch die Polizei sei betroffen. Ein Baum sei auf die größten Fahrzeuge gefallen. "Wir können im Moment nicht raus", sagte Damian.

32 Provinzen in Alarmbereitschaft
Insgesamt sind 32 Provinzen in Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Katastrophenbehörden haben viele Regionen ganz geräumt und diejenigen, die sich weigerten zu gehen, gewarnt, dass sie im Falle von Überschwemmungen nicht mit schneller Hilfe rechnen können.

Der gefährliche Wirbelsturm war kurz vor dem Auftreffen auf die Küste leicht nach Norden abgedreht und verschonte zunächst die stark bewohnten Gebiete um die Hauptstadt Manila. Dort erholen sich die Menschen erst langsam von den schweren Schäden, die der Tropensturm "Ketsana" angerichtet hatte. "Die Bedrohung durch Taifun 'Parma' für uns hier in Manila ist zurückgegangen", sagte Chef-Meteorologe Nathaniel Cruz. "Das sind gute Nachrichten. Aber ich muss die Leute ganz im Norden des Landes warnen: Dort wird das Unwetter schlimmer werden." Tausende Menschen waren aus Angst vor Überschwemmungen in den vergangenen Tagen aus ihren Häusern geflohen oder von den Rettungsdiensten in Sicherheit gebracht worden.

Mit verheerenden Regenfällen hatte "Ketsana" die Philippinen vor einer Woche heimgesucht. Mehr als 80 Prozent der Hauptstadt Manila standen unter Wasser. Dort und in den umliegenden Provinzen kamen wahrscheinlich 300 Menschen ums Leben. Drei Millionen Menschen leiden unter den Folgen der schlimmsten Überschwemmungen seit 40 Jahren.

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