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Hitze zur Fußball-WM

Brasilien

Hitze zur Fußball-WM

Alle zwölf Spielorte der Fußball-WM in Brasilien liegen südlich des Äquators. Das Turnier fällt in die Winterzeit, und die Monate Juni/Juli gehören meist zu den kühlsten und verbreitet auch zu den trockensten des Jahres. Allerdings sind die Klimaverhältnisse nicht mit Wintern in Europa zu vergleichen. Die Spieler müssen sich auf hohe Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit einstellen.

Der wärmste Spielort:

Der wärmste Spielort ist die Stadt Manaus, wo am 14. Juni der Klassiker England-Italien angepfiffen wird. Manaus liegt im Norden von Brasilien, mitten im tropischen Regenwald, in der Nähe des Amazonas. Die Temperaturen reichen im Juni und Juli von 31 Grad unter Tags und nächtlichen Tiefsttemperaturen von 24 Grad. Es kommt auch immer wieder zu kräftigen Schauern und Gewittern. Die relative Feuchte ist besonders am Abend und in der Nacht mit 85 bis 90 Prozent sehr hoch, Am Nachmittag - zur Zeit der Spiele- liegt sie bei durchschnittlich 65 bis 70 Prozent. "Das ergibt in Kombination mit der Hitze eine hohe Schwülebelastung", erklärte die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien.

Feuchte Luft:
Fortaleza, Natal und Recife liegen an der Atlantikküste im Nordosten von Brasilien. Die Höchsttemperaturen liegen im Juni und Juli durchschnittlich zwischen 28 und 30 Grad, die Tiefstwerte bei 22 Grad. Der Südostpassat bringt feuchte Luft vom Meer und somit reichlich Regen. In Recife fällt die WM in die regenreichste Zeit des Jahres. Es ist auch der nasseste Spielort der WM. Im gesamten Juni regnet es in Recife durchschnittlich 390 Millimeter. Das ist mehr als fünf Mal so viel wie zur gleichen Zeit in Wien.

Nicht ganz so extrem ist es in Natal mit 285 Millimeter im Juni und in Fortaleza mit rund 160 Millimeter. An allen drei Orten sorgen der Regen und die Hitze aber für eine sehr hohe Schwülebelastung. Die relative Luftfeuchtigkeit steigt von rund 80 Prozent am Nachmittag auf 90 bis 94 Prozent um 21.00 Uhr Ortszeit.

Salvador liegt im zentralen Küstenbereich Brasiliens. Die Höchsttemperaturen liegen durchschnittlich bei 26 Grad und die Tiefsttemperaturen bei 22 Grad. Der Passat bringt vom Meer feuchte Luft und somit relativ hohe Niederschlagsmengen. Durchschnittlich regnet es im Juni 251 Millimeter und im Juli 175 Millimeter. Zum Vergleich: In Innsbruck sind es durchschnittlich im Juni 112 Millimeter und im Juli 134, in Klagenfurt im Juni 114 und im Juli 118 Millimeter. Statistisch gesehen ist in Salvador während der WM-Spielzeit an zwei von drei Tagen mit Regen zu rechnen. Es ist durchwegs schwül. Die relative Luftfeuchtigkeit liegt zwischen 80 und 90 Prozent. Der Seewind kann die Schwüle etwas dämpfen.

Cuiaba, Brasilia und Belo Horizonte liegen im Landesinneren. In Cuiaba ist es tagsüber mit durchschnittlich knapp 31 Grad so heiß wie in Manaus, es kühlt aber in der Nacht stärker ab (15,5 Grad). Das Temperaturniveau in Brasilia und in Belo Horizonte ist niedriger. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 25 Grad, die tiefsten Nachtwerte bei 13 Grad. Zur Zeit der WM herrscht Trockenzeit.

Durchschnittlich fällt nur an ein bis zwei Tagen pro Monat Regen, der insgesamt neun bis 16 Millimeter ergibt. Brasilia ist dabei der trockenste Spielort der WM. Die relative Luftfeuchte geht an allen drei Orten von rund 80 bis 90 Prozent in der Früh auf rund 60 Prozent am Nachmittag zurück.

Rio de Janeiro liegt an der Südostküste Brasiliens, am südlichen Rand der Tropen. Die Höchsttemperaturen liegen bei 25 Grad, die Tiefsttemperaturen bei knapp 19 Grad. Zur Zeit der WM herrscht ebenfalls Trockenzeit. Dabei regnet es durchschnittlich im Juni an sieben Tagen insgesamt 53 Millimeter. Trotzdem kann es zur Zeit der WM zeitweise schwül sein. Die relative Luftfeuchte liegt durchschnittlich zwischen rund 85 Prozent in der Früh und bei 75 Prozent am Nachmittag.

Sao Paulo, Curitiba und Porto Alegre liegen im Süden von Brasilien und haben ein warm-gemäßigtes Klima. Hier ist es von allen zwölf Spielorten zur WM-Zeit am kühlsten. Die Höchsttemperaturen liegen durchschnittlich zwischen 18 und 22 Grad. In der Nacht kühlt es auf acht bis zwölf Grad ab. In den Höhenlagen um Curitiba, das auf rund 900 Meter Seehöhe liegt, ist sogar Nachtfrost möglich.

   In Sao Paulo fällt Regen durchschnittlich nur an vier Tagen im Monat. Die monatlichen Regenmengen liegen bei 56 Millimeter. In Curitiba und Porto Alegre liegen die mittleren Monatsniederschläge zwischen 116 und 133 Millimeter und es regnet durchschnittlich an sieben bis zehn Tagen pro Monat. Die Luftfeuchtigkeit ist in allen drei Orten hoch, wegen der relativ niedrigen Temperaturen wird das aber meistens nicht als Schwüle empfunden.
 

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