Anschlag auf UNO-Friedenssoldaten in Beirut

Libanon

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Anschlag auf UNO-Friedenssoldaten in Beirut

Bei einem Sprengstoffanschlag auf einen Konvoi der UNO-Friedenstruppe im Libanon sind am Dienstag zwei irische Soldaten und zwei libanesische Zivilisten verletzt worden. UNO-Mitarbeiter und Augenzeugen berichteten, der Sprengsatz sei nahe der südlibanesischen Hafenstadt Sidon neben einem Geländewagen der UNIFIL-Truppe detoniert. In ersten Berichten war von drei verletzten Spaniern die Rede gewesen.

Dritter Anschlag seit Ende der Israel-Offensive
Es war der dritte Anschlag auf die Friedenstruppe seit sie nach dem Krieg zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah im Sommer 2006 vergrößert worden war. Im Juni 2007 waren im Libanon sechs spanische UN-Soldaten einem Anschlag zum Opfer gefallen.

Bin Laden drohte UNIFIL
Die UNIFIL hatte ihre Sicherheitsvorkehrungen in der vergangenen Woche erhöht, nachdem eine Drohung des Anführers des Terrornetzwerks Al Kaida, Osama bin Laden, gegen die Truppe veröffentlicht worden war. Derzeit umfasst die Truppe mehr als 13.000 Blauhelme. Nach dem Abzug eines größeren Kontingents aus Irland im Oktober 2007 sind noch einige irische Führungsoffiziere im Libanon.

Wieder Raketenbeschuss von Hisbollah
In der Früh waren nach Angaben der israelischen Polizei vom Südlibanon aus erstmals seit Monaten wieder zwei Katjuscha-Raketen auf Israel abgefeuert worden. Dabei sei nur geringer Sachschaden entstanden. Die radikal-islamische Hisbollah bestritt, ihre Kämpfer hätten die Raketen abgefeuert. Libanesische Sicherheitskräfte vermuten, dass noch radikalere Fundamentlisten für den Angriff verantwortlich sind. Während des Libanon-Kriegs hatten Hisbollah-Milizionäre Nordisrael mit tausenden Katjuscha-Raketen beschossen.

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