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Satellitenbilder

Syrien baute offenbar an Atomanlage

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Israel bombardierte vor wenigen Wochen Syrien - eine Anlage wurde getroffen. Diese hat Damaskus nun planiert, um einen Reaktorbau zu vertuschen.

Wenige Wochen nach der Bombardierung eines vermuteten syrischen Atomreaktors durch die israelische Luftwaffe wurde das Hauptgebäude entfernt und das Gelände planiert. Das geht aus neuen Satellitenbildern hervor, die gestern, Donnerstag, vom Institute for Science and International Security (ISIS) veröffentlicht wurden. "Das zeigt, dass sie etwas verbergen", meinte ISIS-Chef David Albright gegenüber der APA.

Israelischer Angriff Anfang September
Am 6. September flogen israelische Kampfflugzeuge einen Angriff auf ein Ziel in Syrien, das laut Satellitenbildern ein im Bau befindlicher Atomreaktor gewesen sein könnte. Wo noch im Sommer eine quadratische Struktur zu erkennen war, zeigen neue Aufnahmen vom Mittwoch ein von Bulldozern eingeebnetes Gelände. Der schnelle Abbau des Gebäudes werde eine mögliche Inspektion der Anlage "dramatisch erschweren", so Albright in seiner neuesten Analyse. Ob es sich um einen Reaktor zur Stromerzeugung, für ein Atomwaffenprogramm oder für beide Zwecke gehandelt hat, konnte der Experte nicht sagen. Er ist nach Analyse der Satellitenbilder aber der Meinung, dass Syrien "sehr wahrscheinlich" einen Reaktor baute.

Hätte Syrien an einem Atomreaktor gearbeitet, ohne das der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO bzw. IAEA) zu melden, wäre das ein Verstoß gegen das Überwachungsabkommen, dass Damaskus mit der IAEO geschlossen hat. " Die IAEO könnte eine außerordentliche Inspektion verlangen", sagt Albright. Die internationale Organisation in Wien wollte in den vergangenen Tagen keine Stellungnahme zu Syrien abgeben. Sie analysiert derzeit ebenfalls Satellitenaufnahmen des verdächtigen Geländes, war aus informierten Kreisen zu erfahren.

Der syrische Premierminister dementierte am Donnerstag, dass Israel einen Reaktor getroffen hat. Auch eine nukleare Zusammenarbeit mit Nordkorea schloss er aus: "Die Gerüchte wurden absichtlich von Israel erfunden, um seinen jüngsten Akt der Aggression gegen Syrien zu rechtfertigen", sagte Mohammed Maji al-Otari (Otri) laut RIA-Novosti in Damaskus. US-Medien berichteten in den vergangene Wochen von einer Kooperation zwischen Damaskus und Pjöngjang. Die von ISIS analysierten Satellitenbilder zeigen eine Ähnlichkeit der syrischen Anlage mit dem nordkoreanischen Atomreaktor in Yongbyon.

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