Lampedusa

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Asyl-Drama: 181 Flüchtlinge tot

Ein grausamer Fall von Flüchtlingsschlepperei im Mittelmeer schockt erneut Europa. Fast 200 Menschen starben auf einem Flüchtlingsboot, das am Samstag vor der italienischen Insel Lampedusa kenterte.

Mit 750 Passagieren aus Syrien, Nigeria, Ghana und Pakistan soll das völlig überfüllte Boot in Libyen gestartet sein. Ziel: Europa, Freiheit, Sicherheit. Als das dänische Handelsschiff „Torm Lotte“ das Boot findet, leben aber nur noch 568 der Passagiere. Sie drängen sich auf dem Deck des Fischerbootes, viele schwimmen hilflos im Wasser. Unter Deck entdecken die Retter Dutzende Leichen, darunter zahlreiche Kinder.

Flüchtlinge ermordet und ins Mittelmeer geworfen
Zunächst gingen die Behörden von 30 Toten aus – die Ausmaße des Dramas sind aber weitaus schlimmer: 181 Menschen wurden bei der Überfahrt nach Europa getötet – von anderen ermordet und über Bord geworfen, weil es viel zu wenig Platz auf dem Boot gab.

Fünf Schlepper wurden
bereits verhaftet
Die überlebenden Flüchtlinge wurden nach Messina (Sizilien) gebracht, das Boot mit den verbliebenen Leichen nach Malta.

Doch die Verantwortlichen dürften nicht ungestraft davonkommen: Fünf als Schlepper identifizierte Männer wurden von Überlebenden angezeigt. Die italienische Polizei nahm sie wegen mehrfachen Mordes fest.

2014: Über sechsmal mehr Flüchtlinge als 2012
Das aktuelle Drama ist nur die Spitze des Eisbergs: Dieses Jahr sind bereits 84.000 Flüchtlinge in Süditalien angekommen – doppelt so viele wie noch im gesamten Vorjahr (42.925), über sechsmal mehr als 2012 (13.200).

(küe)

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