30. Dezember 2009 19:24
Kurz vor den Silvesterfeierlichkeiten in New York ist der Times Square wegen
eines als verdächtig angesehenen Fahrzeugs vorübergehend geräumt worden. Das
Fahrzeug sei Mittwoch früh entdeckt worden. Daraufhin sei der Platz im
Herzen von Manhattan geräumt und abgesperrt worden, später habe sich
herausgestellt, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Drei Hochhäuser
in der Umgebung wurden teilweise geräumt, darunter auch der Sitz der
Technologiebörse Nasdaq.
Straßen gesperrt
Die umliegenden Straßen wurden für kurze
Zeit gesperrt. Die Polizei näherte sich dem Fahrzeug mit Roboterkameras, um
es aus sicherer Entfernung zu öffnen. Darin wurden Kleidungsstücke gefunden,
aber keine gefährlichen Substanzen." Jemand hat einfach am falschen Ort zur
falschen Zeit im Jahr geparkt", sagte Polizeisprecher Paul Browne.
Bei dem verdächtigen Auto handelte es sich um einen weißen Lieferwagen ohne
Nummernschilder, der nach Polizeiangaben vermutlich schon längere Zeit am
Times Square abgestellt war. Auf dem Armaturenbrett habe das vermeintliche
Erkennungsschild eines Sicherheitsdienstes gelegen, den es überhaupt nicht
gebe. Auch eine vorläufige Registrierung sei gefunden worden, so dass nun
nach dem Besitzer gesucht werde.
Sicherheitsvorkehrungen verstärkt
Die New Yorker Polizei
hatte die Sicherheitsvorkehrungen vor den Silvesterfeiern am Donnerstag
verstärkt. Zahlreiche uniformierte Polizisten und Beamte in Zivil waren
unterwegs und untersuchten alle Garagen in der Umgebung des Times Squares.
Auf dem Platz mit den vielen bunten Leuchtreklamen versammeln sich zu
Silvester traditionell tausende Menschen, um die letzten Sekunden des alten
Jahres herunterzuzählen. Am Ende des Countdowns wird eine beleuchtete Kugel
herabgelassen. Diese große Freiluftparty wird alljährlich im Fernsehen
übertragen.
Der Zwischenfall ereignete sich nicht einmal eine Woche nach dem vereitelten
Anschlag eines 23-jährigen Nigerianers auf ein US-Verkehrsflugzeug. Auf den
Handel an der Nasdaq hatte die Räumung nur wenig Auswirkungen. Ein Händler
sagte, einige Anleger hätten Aktien aus Angst vor einem elektronischen
Handelsstopp verkauft.