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G-7 wollen Krise mit allen Mitteln bekämpfen

Mehr Zusammenarbeit

© ANSA/MARIO DE RENZIS

G-7 wollen Krise mit allen Mitteln bekämpfen

In ihrer Abschlusserklärung nach einem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs am Samstag in Rom kündigten die G-7-Staaten eine enge Zusammenarbeit und den Einsatz aller geeigneten Mittel zur Überwindung der Krise an. Die Stabilisierung der Wirtschaft und der Finanzmärkte genieße absoluten Vorrang. Der Versuchung des Protektionismus wollen sie widerstehen.

Milderer Ton
In der Erklärung zu dem Treffen, bei dem auch Russland vertreten war, milderten die G-7 gegenüber früheren Treffen etwas den Ton, in dem sie Chinas Wechselkurspolitik bewerteten. Sie begrüßten, dass sich China zu einem flexibleren Vorgehen entschlossen habe, was zu einer kontinuierlichen Aufwertung des Yuan führen sollte. Andere Währungen erwähnten die G-7 in ihrer Erklärung nicht.

An den Märkten war darüber spekuliert worden, dass auch Sorge über die Kursentwicklung des japanischen Yen und des britischen Pfunds geäußert werden könnte. Die Staatengruppe will die Entwicklung an den Währungsmärkten weiterhin aufmerksam verfolgen und gegebenenfalls angemessen handeln.

Willen zur Zusammenarbeit
"Wir unterstreichen unseren Willen, zusammenzuarbeiten und dabei die ganze Breite der zur Verfügung stehenden politischen Instrumente zu nutzen, um Wachstum und Beschäftigung zu unterstützen und den Finanzsektor zu stärken", hieß es zum Kampf gegen die aktuelle Krise. "Wir werden auch kooperieren, um unerwünschte Übersprungeffekte und Verwerfungen zu verhindern."

Stabilisierung der Weltwirtschaft
Die G-7 verpflichteten sich zudem, "jede weitere Maßnahme zu ergreifen, die sich als notwendig erweisen könnte, das volle Vertrauen in das globale Finanzsystem wieder herzustellen". Dafür werde die gesamte Breite der für diese Politik verfügbaren Instrumente zur Stärkung des Wachstums und der Beschäftigung sowie des Finanzsektors genutzt. "Die Stabilisierung der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte bleibt unsere oberste Priorität", heißt es in der Erklärung.

Gegen Protektionismus
Im Hinblick auf die Zunahme von protektionistischen Maßnahmen in der Krise bekannten sich die G-7 zu offenen Märkten. Die Staatengruppe sehe sich in der Pflicht, protektionistische Maßnahmen zu vermeiden. Diese würde den Abschwung letztlich nur verschärfen.

Die Industrieländer wollen sich des Aufbaus neuer Handelsschranken enthalten und auch gemeinsam daran arbeiten, um doch noch zu einem Durchbruch bei den seit Jahren währenden Gesprächen in der Welthandelsorganisation (WTO), der Doha-Runde, zum Abbau von Handelsschranken zu kommen.

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