Naher Osten

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Hamas macht Jagd auf Radikale in eigenen Reihen

Die im Gazastreifen alleinherrschende radikalislamische Hamas versucht derzeit mit aller Gewalt, militante Splittergruppen zur Waffenruhe mit Israel zu zwingen. Denn solange Raketen fliegen, blockiert Jerusalem lebensnotwendige Lieferungen. Ohne diese bröckele aber die Machtbasis der Hamas, berichtet "Spiegel Online" am Samstag.

So sei derzeit der Kommandant der mit der Fatah verbundenen "Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden" im Gazastreifen, Amir Aisharif, auf der Flucht. Vor kurzem hatten Sicherheitsleute der Hamas sieben seiner Untergebenen verhaftet. Drei hatten gerade eine Rakete auf Israel abgefeuert, vier bereiteten den nächsten Kassam-Abschuss vor.

Angriffe auf Israel werden im Gaza-Streifen neuerdings mit Haft bestraft, und wenn man Pech hat, auch mit Folter. "Um abtrünnige Raketen-Kommandos zur Ruhe zu zwingen, ist der Hamas jedes Mittel recht. Die Alleinherrscherin über Gaza hat ihr Wort gegeben, dass in und um den Gaza-Streifen ein Waffenstillstand herrscht - nun muss sie vor Israel und der Welt dafür geradestehen", schreibt "Spiegel Online" und fügt hinzu:

"Selten hat der Satz vom Bock, der zum Gärtner gemacht wurde, besser gepasst. Noch vor vier Wochen feierten die Radikal-Islamisten jede Rakete auf Israel als kleinen Sieg. Es waren vor allem Hamas-Milizen, die mit Kassams auf Israel schossen."

Foto: (c) AP

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