Mord in Mogadischu

Mord in Mogadischu

Journalist in Somalia erschossen

Der Leiter des unabhängigen somalischen Rundfunksenders HornAfrik ist am Mittwoch in Mogadischu auf offener Straße erschossen worden. Der britische Rundfunksender BBC berichtete, Said Tahlil Ahmed sei mit einer Gruppe anderer Journalisten unterwegs zu einer Pressekonferenz der radikalen Al-Shabab-Miliz gewesen, als mehrere bewaffnete Angreifer das Feuer eröffneten. Bisher hat keine Gruppe die Verantwortung für den Anschlag übernommen, die Täter konnten unerkannt entkommen.

Seit Bekanntwerden des Mordes sendeten alle Radiostationen Mogadischus Koranverse. Es blieb offen, ob dies aus Trauer um den getöteten Journalisten oder aus Angst vor Anschlägen von Islamisten geschah, die inzwischen große Teile des Krisenstaates am Horn von Afrika unter Kontrolle haben.

Die Journalistenorganisation "Reporter ohne Grenzen" stuft Somalia als das nach dem Irak gefährlichste Land für die Arbeit von Journalisten ein. Vor zwei Jahren wurden bereits der Eigentümer von HornAfrik Radio und ein Moderator des Senders getötet.

Foto: (c) Reuters

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