Mehr als 70 Tote bei Ashura-Fest im Irak

Unruhen

Mehr als 70 Tote bei Ashura-Fest im Irak

Im Irak sind bei Kämpfen zwischen radikalen Schiiten und Sicherheitskräften anlässlich des Ashura-Festes mehr als 70 Menschen getötet worden. Dutzende Menschen wurden Polizeiangaben zufolge bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen im Süden des Landes verletzt. In der Pilgerstadt Kerbala kamen am Samstag mehr als zwei Millionen schiitische Muslime zusammen, um des Märtyrertodes des Imams und Mohammed-Enkels Hussein im Jahr 680 zu gedenken.

Geißelungen mit Schlägen auf Brust
Die Feierlichkeiten, bei denen sich schwarzgekleidete Gläubige mit Schlägen auf Brust und Rücken geißeln, verliefen nach Angaben der Behörden ohne Zwischenfälle. Provinzgouverneur Akil al-Khasali erklärte, die Prozession sei friedlich verlaufen. Um Terroranschlägen vorzubeugen, hatten die Behörden in elf irakischen Provinzen Fahrverbote verhängt.

Der Polizeichef der Stadt, General Abdul Jalil Khalaf, hatte am Freitag erklärt: "Die Angreifer gehören nicht zur Mahdi-Armee (der Miliz der Bewegung des Predigers Muktada al-Sadr), sondern zu einer kleineren Gruppierung. Wir haben die Lage im Griff und verfolgen sie jetzt von Haus zu Haus."

US-Army tötete 27 Menschen
Die US-Armee und Aswat al-Iraq berichteten, bei Operationen gegen mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen im Irak hätten amerikanische Soldaten seit Donnerstag 25 Verdächtige und zwei unbeteiligte Frauen getötet. Die Frauen seien während eines Angriffs auf ein Al-Kaida-Versteck in der Ortschaft Jalula nordöstlich von Bagdad getötet worden. In Bagdad seien am Freitag eine Frau und ein kleines Mädchen ums Leben gekommen, als Aufständische einen Sprengsatz neben einer US-Patrouille gezündet hätten. Die Soldaten blieben unverletzt.

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