USA und Südkorea

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"Nichts ist im Orbit gelandet"

Der umstrittene nordkoreanische Raketenstart ist offenbar nicht so verlaufen wie vom Regime in Pjöngjang dargestellt. Das südkoreanische Verteidigungsministerium und das US-Militärkommando widersprechen nordkoreanischen Angaben, wonach die Rakete einen Kommunikationssatelliten auf eine Erdumlaufbahn gebracht hat.

Nichts im Orbit gelandet
Der Satellit habe die Umlaufbahn nicht erreicht, hieß es aus Seoul. Das US-Kommando bestätigte ebenfalls, dass kein nordkoreanisches Objekt im Orbit entdeckt worden sei. Auch seien keine Raketentrümmer auf Japan gefallen. Vielmehr sind alle Teile der Rakete ins Meer gestürzt. "Deswegen ist nichts in den Orbit gebracht worden", sagte der südkoreanische Verteidigungsminister Lee Sang Hee.

"Senden revolutionäre Lieder"
Nordkorea hatte um 04.20 Uhr MESZ eine mehrstufige Trägerrakete noch unbekannten Typs gestartet. Neun Minuten später habe der Satellit seine Umlaufbahn erreicht und sende derzeit neben Messdaten Melodien revolutionärer Lieder über Ex-Staatschef Kim Il-sung und seinen Sohn Kim Jong-il zur Erde, meldete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.

Obama sieht Welt bedroht
Das Weiße Haus hat nun wissen lassen, dass der Misserfolg des Raketenstarts nichts an der Haltung der USA ändere. Man halte an den vom UNO-Sicherheitsrat zu beschließenden Vergeltungsmaßnahmen fest. US-Präsident Barack Obama meinte dazu in Prag, Nordkorea bedrohe mit seinem Atomwaffenprogramm die Welt und isoliere sich selbst damit zunehmend. Betroffen sei die Sicherheit von Ländern "nah und fern", so Obama. Die USA, Japan und Südkorea vermuten, dass Nordkorea eine Langstreckenrakete testen will. Damit würde das kommunistische Regime gegen UNO-Resolutionen verstoßen.

UNO-Sondersitzung geplant
Die USA werden den Raketenstart bei den Vereinten Nationen zur Sprache bringen. Japan forderte den Weltsicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung auf, sie soll noch am Sonntagabend stattfinden.

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