Nobelpreisträger fordern Embargo gegen Burma

Appell an UNO

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Nobelpreisträger fordern Embargo gegen Burma

Neun Friedensnobelpreisträger haben den UN-Sicherheitsrat aufgerufen, ein Waffenembargo gegen die Militärjunta in Burma (Myanmar) zu erlassen. Seit der blutigen Niederschlagung friedlicher Proteste im vergangenen Jahr habe das Regime landesweit tausende Dissidenten verhaftet und gefoltert, hieß es in einer am Dienstag von dem südafrikanischen Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu in New York verbreiteten Erklärung.

"Wir appellieren an die Mitglieder des Sicherheitsrats und die internationale Gemeinschaft, rasch über Maßnahmen zu entscheiden, die den Verkauf von Waffen an das burmesische Militär verhindern", erklärten die Unterzeichner. Gestoppt werden solle auch der Bankverkehr für die Führer des Landes und für öffentliche und private Gruppen, die den staatlichen Waffenhandel unterstützten. Unterzeichner waren neben Tutu unter anderem der Dalai Lama, die iranische Menschenrechtlerin Shirin Ebadi und der US-Autor und Holocaust-Überlebende Elie Wiesel.

Die Militärjunta, die das Land seit 48 Jahren diktatorisch regiert, hatte im September Massendemonstrationen blutig niedergeschlagen. Hunderttausende Mönche und Zivilisten hatten erst gegen steigende Preise und dann für mehr Demokratie demonstriert.

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