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Schwedische Regierungsberaterin trat nach umstrittenem Kuss zurück

Skandal

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Schwedische Regierungsberaterin trat nach umstrittenem Kuss zurück

Staatssekretärin Ulrica Schenström trat am Donnerstag zurück, nachdem ihre innige Umarmung mit einem Fernsehjournalisten in einer Kneipe zu einer Debatte über die nationale Sicherheit geführt hatte. Nachdem die schwedischen Medien sich zunächst über den Kuss zwischen der Vertreterin der Staatsmacht und dem Journalisten aufgeregt hatten, kam schließlich ans Tageslicht, dass die beiden für 945 Kronen (102 Euro) Wein getrunken hatten - das waren 19 Gläser.

Betrunkene Notbereitschaft?
Seither stellt die schwedische Öffentlichkeit sich die Frage, ob an diesem Abend eine sturztrunkene Staatssekretärin Bereitschaft hatte und damit im Falle einer nationalen Katastrophe für die erste Reaktion der Regierung verantwortlich gewesen wäre. Diese Frage ist für die Schweden nicht so hypothetisch, wie sie klingt. Während der Tsunami-Katastrophe in Thailand im Dezember 2004 waren rund 20.000 Schweden in dem südostasiatischen Land in Ferien, 543 starben durch die Flutwelle. Der Staatssekretär des damaligen Regierungschefs Göran Persson musste damals zurücktreten, weil die Reaktion der Führung als zu langsam kritisiert worden war.

Reinfeldt, der sich seit dem Vorfall weigert zu sagen, ob Schenström Bereitschaft hatte und ob sie betrunken war, verliert mit der 35-Jährigen eine wertvolle Beraterin, der er politischen Beobachtern zufolge auch seinen Wahlsieg im vergangenen Jahr verdankt.

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