Zurück aus der Hölle des Tschad

ÖSTERREICH-Reporter

Zurück aus der Hölle des Tschad

Um 13.30 Uhr gestern Mittag endete mein Tschad-Abenteuer mit dem Air France-Flug AF 1738. Am Abend davor eskortierte mich das Bundesheer aus der tödlichen Gefahrenzone.

Flucht in Sauna
Begonnen hatte die Reise vor einer Woche. Nach der Landung in N’Djamena erschien mir der Auftrag zunächst ungefährlich. Ich wohnte neben dem Bundesheer im "Hotel Kempinski“, dahinter lag eine großzügige Pool-Landschaft.

Der zweite Tag in Afrika begann mit Horror-Nachrichten. Die Rebellen marschierten Richtung Hauptstadt. Mit 300 Fahrzeugen kamen uns 4.000 Rebellen entgegen. Während das Bundesheer von „keinem Grund zur Sorge“ sprach, wurde die Evakuierung aller französischen Bürger vorbereitet.

Großangriff
Der Samstag war mein erster Tag im Krieg: Die Rebellen lieferten sich heftige Kämpfe mit den Regierungstruppen vor dem Parlament – direkt neben unserem Hotel. Die bewaffneten Rebellen zogen in endlos langen Konvois an unseren Fenstern vorbei.

Tag für Tag wiederholten sich die Abläufe: Als die Kampfgeräusche gefährlich nahe kamen, flüchteten wir in den Hotelkeller. Die sich dort befindende Sauna ist der sicherste Ort in diesem Gebäude. Unruhig lief ich einige Male pro Tag auf das Hoteldach, um die Kämpfe zu beobachten und um der ÖSTERREICH-Redaktion meine Berichte durchzugeben.

Raus aus dem Krieg
Am Montag wurden die Bundesheer-Soldaten in ein französisches Camp verlegt. Mit einem Mal war ich beinahe alleine im Hotel. Schnell wurde klar: Der österreichische Hotel-Manager Michael Fuchs und ich müssen raus. Es war ein banges Warten. Am Mittwoch kamen die gepanzerten Fahrzeuge unter Leitung des österreichischen Obersts Heinz Assmann, um uns abzuholen. Es war höchste Zeit.

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