Duell Obama gegen Clinton geht weiter

US-Vorwahlen

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Duell Obama gegen Clinton geht weiter

Das Duell zwischen Hillary Clinton und Barack Obama geht in die nächste Runde: Bei der Vorwahl der Demokratischen Partei in South Carolina wird am Samstag ein Sieg für Obama erwartet, der dort auf die Stimmen der Schwarzen bauen kann. Seit Beginn der Vorwahlen vor vier Wochen in Iowa haben Clinton 236 und Obama 136 Delegierte für den Nominierungsparteitag im August gesammelt.

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Nach einer Umfrage für das Internet-Portal MSNBC kann Obama, der der erste US-Präsident dunkler Hautfarbe werden will, mit 38 Prozent der Stimmen rechnen. Der Senator aus Illinois ist der Favorit der Schwarzen, die in South Carolina etwa 50 Prozent der Wähler stellen. Für die New Yorker Senatorin Clinton wurden 30 Prozent vorhergesagt. Auf Platz drei liegt Senator John Edwards mit 19 Prozent: Der in South Carolina geborene Politiker, der bisher 50 Delegierte sammeln konnte, hatte vor vier Jahren in seinem Heimatstaat gewonnen, unterlag dann aber dem späteren Kandidaten John Kerry. Landesweit liegt Clinton laut einer Umfrage von Bloomberg National Poll und "Los Angeles Times" mit 42 Prozent vor Obama, für den 33 Prozent ermittelt wurden.

Kucinich zieht zurück
Der Kreis der demokratischen Präsidentschaftsbewerber schrumpfte unterdessen auf sieben zusammen: Dennis Kucinich gab das Rennen auf und zog damit die Konsequenzen aus seinen schlechten Ergebnissen. Bereits vor vier Jahren hatte er sich erfolglos um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten beworben.

Obama und Republikaner schießen sich auf Clinton ein
Vor der Abstimmung in South Carolina brachte Obama wieder die Haltung seiner Rivalin Clinton zum Irak-Krieg in die Debatte. Da sie 2002 im Kongress für die Militärintervention im Irak gestimmt habe, könne ihr in Fragen der nationalen Sicherheit nicht getraut werden. Erst als der Irak-Krieg unpopulär geworden sei, habe sie sich dagegen gestellt.

Auch von Seiten der Republikanischen Partei wurde Clinton am Freitag wegen ihrer Haltung zum Irak attackiert. Die Frau von Expräsident Bill Clinton habe jede Bodenhaftung mit dem amerikanischen Volk verloren, kritisierte Exgouverneur Mitt Romney bei einer Fernsehdebatte der republikanischen Präsidentschaftsbewerber. Romney und der 71-jährige Senator John McCain liegen in den Umfragen vor der Vorwahl am Dienstag in Florida etwa gleichauf an der Spitze. In Florida sind bei den Republikanern 57 Delegierte zu holen - vor dem "Super Tuesday" am 5. Februar mit Entscheidungen in 22 US-Staaten hat die Abstimmung in Florida daher eine besondere Bedeutung.

Wirtschaftspolitik im Mittelpunkt der Debatte
Im Mittelpunkt der Debatte am Donnerstag in Boca Raton in Floirda abend (Ortszeit) stand jedoch die Wirtschaftspolitik. Alle Bewerber lobten das Konjunkturprogramm, auf das sich Republikaner und Demokraten in Washington geeinigt haben. Auch der frühere New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani begrüßte das Paket, verlangte jedoch zusätzliche Schritte. "Wir sollten hier wirklich aggressiv vorgehen", forderte Giuliani. Für ihn ist Florida der wichtigste Staat im Vorwahlrennen, Giuliani hat seinen gesamten bisherigen Wahlkampf darauf ausgerichtet.

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