Österreich-Premiere

Alle Infos vom neuen Toyota Corolla

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Japaner schicken den erfolglosen Auris endgültig in Rente.

Auf dem Pariser Autosalon 2018 feierten der neue Corolla und Corolla Touring Sports (Kombi) ihre Weltpremiere. Nach 12 Jahren kehrt Toyota damit in der Kompaktklasse zum bewährten Namen zurück. Der Auris hat also ausgedient. In Österreich kommt der neue Corolla im März 2019 in den Handel. Heimische Interessenten können das Fahrzeug aber schon deutlich früher begutachten. Der neue Corolla feiert nämlich auf der  Vienna Autoshow 2019  (10. Bis 13. Jänner) seine Österreich-Premiere. Passend dazu haben die Japaner nun neue Informationen veröffentlicht.

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Der Corolla Touring Sports streckt sich auf 4,65 Meter.

Abmessungen und Design

Optisch lässt der Corolla den Auris ziemlich alt aussehen. Sowohl der 4,37 Meter lange Fünftürer wie auch der 4,65 Meter lange Kombi sehen deutlich dynamischer aus. Bei der Breite (1,79 m) und der Höhe (1,43 m) gibt es keine Unterschiede. Beim Gepäckraum hat jedoch klarerweise der Touring Sports die Nase vorn. Der Kombi fasst 598 Liter, beim Hatchback sind es 361 Liter. Das Ladevolumen lässt sich bei beiden Versionen erweitern. Praktisch: Nach dem Umlegen der Rücksitzlehnen gibt es eine vollkommen ebene Ladefläche. Im Kombi profitieren die Fondpassagiere zudem vom etwas längerem Radstand (2,70 m), doch selbst im normalen Corolla (Radstand:  2,64 m) haben zwei Erwachsene auf den Rücksitzen ausreichend Platz. Bis zur B-Säule gleichen sich die Autos wie eineiige Zwillinge. Die Front mit dem großen, trapezförmigen Lufteinlass und den Voll-LED-Scheinwerfern inklusive markantem Knick steht dem Japaner richtig gut. Beim Fünftürer wird die Seitenansicht von der stark nach hinten ansteigende Fensterlinie und der optionalen Zweifarbenlackierung geprägt. Der Kombi setzt auf eine leicht nach hinten abfallende Dachlinie und eine dezent aufsteigende Fensterlinie. Heck wirkt bei beiden Modellen stimmig. Hier stechen vor allem die kräftigen Schultern sowie die weit auseinander liegenden LED-Rückleuchten ins Auge. Da Letztere zweigeteilt sind, gibt es eine breite Ladeöffnung, die zudem weit nach unten reicht. Der ebenfalls weit nach unten gezogene Stoßfänger nimmt das Design der Frontschürze auf.

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Front mit schmalen Scheinwerfern und großem Lufteinlass.

Innenraum

Während man dem Auris-Cockpit sein Alter zuletzt doch ziemlich stark angesehen hat, wirkt der Corolla auch innen sehr modern. Hier wird das Cockpit vor allem vom hoch positionierten Touchscreen oberhalb der Mittelkonsole geprägt. Den kennen wir in ähnlicher Form bereits vom C-HR. Positiv: Zum Zoomen, für die Lautstärke und die Regelung der Klimaautomatik gibt es separate Tasten bzw. Drehknöpfe. Toyota versteckt diese Funktionen also nicht in irgendwelchen Untermenüs. Hinter dem runden Multifunktionslenkrad sitzt eine Tachoeinheit mit virtuellen Anzeigen. Das Bedien- und Anzeigenkonzept mischt also moderne mit bewährten Elementen. Natürlich ist der Kompakte auch bestens vernetzt. Smartphones können via Android Auto oder Apple CarPlay gekoppelt werden. Zudem gibt es eine induktive Ladeschale, über die kompatible Handys kabellos geladen werden können. Neue Materialien, Farben und Verkleidungen sollen für einen hochwertigen Qualitätseindruck sorgen. Ein riesiges Panormaschiebedach schafft auf Wunsch für einen lichtdurchfluteten Innenraum. Für Musikfans steht ein hochwertiges JBL-Audiosystem in der Aufpreisliste. Das Sicherheitspaket „Safety Sense“ mit zahlreichen Assistenzsystemen ist serienmäßig mit an Bord.

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Modernes Cockpit mit weit oben angeordnetem Touchscreen.

Antrieb und Fahrwerk

Wie C-HR, Prius und der neue RAV 4 steht nun auch der Corolla auf der neuen TNGA-Plattform. Diese ist leichter und steifer und soll damit eine deutlich gesteigerte Fahrdynamik ermöglichen. Dazu trägt auch der um zwei Zentimeter abgesenkte Schwerpunkt bei. Zudem wurde das Fahrwerk für Radgrößen von 16 bis 18 Zoll abgestimmt. Der Einsatz von hochfesten Stählen soll die Crashsicherheit verbessern. Für mehr Präzision und Komfort ist wiederum die verbaute Mehrlenker-Hinterachse zuständig. Nachdem Toyota im März in Genf angekündigt hat, künftig keine Diesel-Pkw mehr zu verkaufen, wird es auch im neuen Corolla keinen Selbstzünder mehr geben. Stattdessen haben die Kunden die Wahl zwischen einem Benziner und zwei Hybridversionen. Der 1,2-Liter Vierzylinder-Turbo leistet 116 PS, bietet ein maximales Drehmoment von 185 Nm und leitet seine Kraft über ein manuelles Sechsgang-Getriebe an die Vorderräder weiter. Damit beschleunigt der Fünftürer in 10,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und wird bis zu 200 km/h schnell. Den Normverbrauch stellt Toyota mit rund 5,5 Liter auf 100 km in Aussicht. Die beiden Hybridversionen vertrauen auf ein stufenloses CVT-Getriebe und gehen deutlich sparsamer zu Werke. Vor allem in der effizienzbetonten Variante mit 1,8 Litern Hubraum und 122 PS/142 Nm (Systemleistung) sollen echte Fabelwerte möglich sein. Ihr Normverbrauch liegt bei 3,4 Liter auf 100 km. Die Fahrleistungen (0 – 100 km/h in 10,9 Sek.; Spitze: 180 km/h) reißen niemandem vom Hocker, reichen im Alltagsverkehr jedoch aus. Für dynamischere Kunden bietet Toyota eine flottere Version mit einer Systemleistung von 180 PS und 191 Nm an. Hier wird ein 2,0-Liter-Benziner vom Elektromotor unterstützt. So gerüstet, sprintet der Japaner in 7,9 Sekunden aus dem Stand auf Landstraßentempo. Die Höchstgeschwindigkeit wird zugunsten des Verbrauchs, den die Japaner mit 3,8 Liter auf 100 km angeben, auch hier bei 180 km/h abgeregelt.

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Die zweigeteilten Rückleuchten setzen serienmäßig auf LED-Technik.

Verfügbarkeit

Ob das Comeback des Namens Erfolg bringt, wird sich nach dem Marktstart zeigen. Die Chancen stehen jedenfalls gut. Denn während sich der Corolla in Europa stets hervorragend verkaufte, kam der Auris bei den Kunden weniger gut an. Ab März 2019 könnte sich das Blatt wieder wenden. Auch wenn die Konkurrenz im Kompaktsegment extrem stark ist. Preise hat Toyota noch nicht verraten, diese könnten auf der Vienna Autoshow bekanntgegeben werden. Wir rechnen mit Einstiegspreisen zwischen 24.000 Euro (1,2 Turbo) und 28.000 Euro (2,0 Hybrid).

Noch mehr  Infos über Toyota/Lexus finden Sie in unserem Marken-Channel.

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