Automarkt

CO2-Strafen könnten EU-Binnenmarkt stören

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Autokonzerne befürchten Protektionismus in EU wegen CO2-Strafen: Europäischer Binnenmarkt könnte bei unterschiedlich hohen Strafzahlungen zerstört werden.

Europas Autokonzerne fürchten, dass die geplanten CO2-Strafen für Pkw den europäischen Binnenmarkt zerstören könnten. Auslöser für diese Sorgen sei ein vertrauliches Gutachten des juristischen Dienstes im Europaparlament.

Folge der Expertise könnte sein, dass die Höhe der vorgesehenen Strafzahlungen für einen überhöhten Kohlendioxidausstoß nicht europaweit einheitlich festgelegt werde, sondern von jedem Mitgliedsstaat nach Gutdünken.

Autoindustrie ist alarmiert
"Am Ende könnten wir 27 verschiedene Höhen von Strafzahlungen haben und so den Pkw-Binnenmarkt abschaffen", sagte Ivan Hodac, Generalsekretär des europäischen Automobilverbands Acea. Frankreich oder Italien mit Kleinwagenherstellern wie Renault oder Fiat könnten dann mit der Strafausgestaltung protektionistische Hürden gegen deutsche Premiummarken wie Mercedes oder BMW errichten. Deutschland hingegen könnte bei Kleinwagen abkassieren. Das wäre Sprengstoff für den Binnenmarkt, heiße es bei einem großen Kraftfahrzeughersteller.

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