Runderneuerter Pick-up

Nissan verpasst dem Navara ein Facelift

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Überarbeitete Version des Lifestyle-Arbeitstiers setzt auf moderne Technik.

Der  Navara  zählt zu den beliebtesten 1-Tonnen-Pick-ups der Welt. Mittlerweile hat das lifestylige Arbeitstier von Nissan sogar zwei Technik-Brüder: Den Renault  Alaskan  und die Mercedes  X-Klasse . Letztere steht aber offenbar  vor dem Aus . Nun bekommt das Original eine Auffrischung. In Österreich ist die Facelift-Version demnächst bestellbar. Während sich die optischen Änderungen in Grenzen halten, hat sich bei der Technik und im Innenraum einiges getan.

Nissan verpasst dem Navara ein Facelift
© Nissan
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Design, Innenraum und  Vernetzung

Um den „neuen“ Navara von außen zu erkennen, müssen wohl selbst Markenfans zweimal hinschauen. Aufgrund der Fahrwerksmodifikationen (siehe unten) steht der Pick-up nun etwas erhöht und aufrechter da. Darüber hinaus sind für die Modellreihe neue Rad-Designs in größerem Format verfügbar: Statt bei 16 Zoll geht es in der Basisversion jetzt bei 17 Zoll los. In den höheren Ausstattungslinien sorgen aktualisierte LED-Scheinwerfer mit schwarzer Innenschale für einen markanteren Blick. Innen hat sich etwas mehr getan: Hier wartet der Navara jetzt mit verfeinerten Materialien und dem neuen NissanConnect Infotainment-System auf: Über den verbesserten 8-Zoll-Touchscreen gibt Zugang zu neuen Funktionen und vernetzten Diensten. Die NissanConnect Services App ermöglicht über ein Telematiksteuergerät und ein eingebautes 4G-Modem einen Datenaustausch ohne separate Telefonverbindung. Die TomTom Navigationskarten werden per Over-the-Air-Updates auf dem neuesten Stand gehalten. Integriert sind zudem Echtzeit-Verkehrsinformationen, 3D-Karten, Wetterinformationen sowie Google Karten und Street View. Weiters umfasst die App eine Fernsteuerung für Hupe und Licht und ermöglicht eine Fahrzeugortung aus der Ferne. Über Apple CarPlay und Android Auto können die Fahrer ihr Smartphone mit dem Bordsystem verbinden.

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Antrieb des "neuen" Nissan Navara

Da Pick-ups nach wie vor vorwiegend als Arbeitstiere eingesetzt werden, spielt der Antrieb natürlich eine besonders wichtige Rolle. Der Dieselmotor des Navara ist bei identischer Leistung effizienter geworden: Die CO2-Emissionen starten jetzt bei 184 g/km, was einem Durchschnittsverbrauch von 7,0 Liter je 100 km entspricht. Nissan bietet den 2,3-Liter-Diesel-Motor nun in beiden Leistungsstufen (163 PS bzw. 190 PS) als Twin-Turbo an. Die Einstiegsvariante verdankt der Umstellung von Single- auf Twin-Turbolader einen Drehmomentanstieg um 22 Nm auf 425 Nm (siehe auch technische Daten unten). Auch das Wasser-Kühlsystem wurde modifiziert, das neue Abgassystem mit integriertem Dieselpartikelfilter und SCR-Reinigungstechnik (AdBlue) sorgt für die Erfüllung der Abgasnorm Euro 6d-Temp. Das in Europa gefertigte neue Sechsgang-Schaltgetriebe feiert im überarbeiteten Navara sogar seinen globalen Einstand. Auch das Siebengang-Automatikgetriebe wurde optimiert. Es soll nun flotter schalten.

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Fahrwerk und Bremsen

Die SUV-artige Fünflenker-Hinterachse des Navara markierte im Jahr 2015 eine radikale Abkehr von den Blattfedern, die bei den meisten Konkurrenten verwendet werden/wurden. Nissan war mit der Double Cab-Version der erste Hersteller, der die Fünflenker-Aufhängung in das 1-Tonnen-Pick-up-Segment brachte; jetzt kommt sie auch in der King Cab Variante zum Einsatz. Damit soll der Navara in allen Varianten mehr Komfort bieten, ohne die Transportfähigkeit zu beeinträchtigen. Beim King Cab steigt die Nutzlast gegenüber dem Vorgängermodell je nach Spezifikation um 55 bis 95 kg auf jetzt 1.165 kg (bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 3.200 kg). In der Variante mit Doppelkabine steigt die Nutzlast um 54 bis 114 kg auf 1.115 kg bis 1.180 kg; das zulässige Gesamtgewicht beträgt hier 3.250 kg. Passend dazu wurde auch die Bremsanlage aufgerüstet: Der Durchmesser der vorderen Scheibenbremsen wurde von 296 mm auf 320 mm vergrößert, hinten ersetzen 308 mm große Scheiben die bisher verwendeten Trommelbremsen. Eine modifizierte Vorderradaufhängung mit reduziertem Lenkaufwand sowie die um 25 mm angehobene Aufhängung an der Hinterachse runden das Fahrwerks-Update ab. Dia maximale Anhängelast beträgt nach wie vor 3,5 Tonnen.

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Assistenzsysteme

Zu den weiteren Neuerungen des Navara zählt eine Anhängerstabilisierung. Das System erkennt Gierbewegungen des Fahrzeugs und soll durch Bremseingriffe an den einzelnen Rädern und eine Drehmomentreduzierung ein Aufschaukeln des Gespanns verhindern. Ebenfalls an Bord sind ein automatisches Notbremssystem, eine Berganfahr- und -abfahrhilfe sowie der Around View Monitor für 360-Grad-Rundumsicht.

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Verfügbarkeit

Der überarbeitete Navara ist in Österreich in Kürze bestellbar. Bei der beliebteren Double-Cab-Version geht es derzeit ab 29.605 Euro ("Visia" mit 163 PS) los. Große Preissprünge sind beim Faceliftmodell nicht zu erwarten. Der Pick-up läuft im Nissan Werk in Barcelona vom Band. Aufgrund des Erfolgs des Sondermodells „ N-Guard “ bleibt diese Version neben den Versionen Visia, Acenta, N-Connecta und Tekna weiterhin als Top-Ausstattung im Angebotsportfolio. Auch an der Fahrzeuggarantie (5 Jahre bzw. 160.000 Kilometer) ändert sich nichts.

Mehr Infos über Nissan finden Sie in unserem Marken-Channel.

Technische Daten

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