Lufthansa hält 95,4 Prozent des AUA-Aktienkapitals

50 Cent pro Aktie für AUA-Minderheitsaktionäre

Die Rest-Aktionäre werden mit einem Butterbrot abgespeist. Zum Vergleich: Das Lufthansa-Offert betrug 4,49 Euro je Aktie.

Die Angemessenheit dieser Barabfindung ist noch vom AUA-Aufsichtsrat zu prüfen. Die Lufthansa hält 95,4 % des AUA-Aktienkapitals.

Über den Squeeze Out wird noch im Rahmen einer ao. Hauptversammlung entschieden. Diese wird voraussichtlich Mitte Dezember stattfinden.

Die betroffenen AUA-Minderheitsaktionäre werden die Barabfindung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben nach Eintrag des Ausschlusses in das Firmenbuch erhalten. Dies wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2010 sein. Der Handel mit den AUA-Stammaktien war an der Wiener Börse von Börsenbeginn bis 10 Uhr ausgesetzt.

IVA-Rasinger: "50 Cent für AUA-Aktie nicht akzeptabel"

Anlegerschützer Wilhelm Rasinger und der kritische AUA-Aktionär Rupert-Heinrich Staller werden den Squeeze-Out gerichtlich überprüfen lassen. "50 Cent für die AUA-Aktie sind nicht akzeptabel", sagte Rasinger. Staller sprach von einem "Provokationsangebot" und rechnet mit einem jahrelangen Rechtsstreit.

Der Preis berücksichtige nicht die Synergieeffekt der AUA mit der Lufthansa, so Rasinger. Die Vorgangsweise der Lufthansa sei unverständlich und eine Verärgerung der treuen Aktionäre. Er habe mit einer Abfindung in der Nähe von 4,50 Euro gerechnet.

Der Lufthansa sei der österreichische Kapitalmarkt komplett egal, so Staller. Durch das "Provokationsangebot" von 50 Cent, spare sich die Lufthansa hunderte Millionen Euro. Staller rechnet mit einer jahrelangen Schlammschlacht. Derzeit halten laut Staller vor allem auf Squeeze-Out spezialisierte Investoren noch Anteile an der AUA.