Boeing 767 / 767-300ER / AUA / Austrian Airlines

Erstes Quartal

AUA macht 54 Mio. Euro Verlust

Der Vorstand hält trotzdem das Gewinnziel für 2014 aufrecht.

Die AUA (Austrian Airlines) hat zum Jahresauftakt wieder tiefrote Zahlen eingeflogen. Mit 54 Mio. Euro war der Betriebsverlust im Winterquartal nur um 2 Millionen Euro geringer als im ersten Quartal 2013. Die Krisen in Russland und der Ukraine, aber auch in Nahost zwangen, Flugpläne zu straffen. Das drückte die Umsätze.

Das erste Quartal ist für die Luftfahrtbranche historisch schwach. Für das ganze Geschäftsjahr 2014 erwartet AUA-Chef Jaan Albrecht nach wie vor ein höheres operatives Ergebnis als 2013, wie er am Dienstag zum Quartalsbericht schrieb. Im Jahr 2013 war die österreichische Lufthansa-Tochter erstmals seit sechs Jahren wieder in die operativen Gewinne gekommen, der Betriebsgewinn lag im abgelaufenen Jahr bei 25 Mio. Euro.

Die AUA spricht von "weiteren kleinen Fortschritten im Gesundungsprozess". Leider, so Konzernchef Albrecht, "mussten wir die profitablen Flüge nach Tripolis und Bagdad streichen". Die Ukraine-Verbindungen mussten ausgedünnt werden, damit die Flieger voll blieben.

Der Umsatz der AUA blieb bis März mit 403 Mio. Euro um 5,4 Prozent unter dem Vorjahreswert, die Passagierzahlen sanken in Summe bis März um 2,2 Prozent. Weil heuer aber die umgesetzten Sanierungsschritte griffen - darunter vor allem die Übersiedlung der Tyrolean-Verwaltung nach Wien -, sanken andererseits die operativen Aufwendungen um 7,4 Prozent auf 476 Mio. Euro, so die AUA. Auch Abschreibungslasten drückten heuer weniger.