Außenhandelsbilanz schlechter als angenommen

Außenhandel 2008 mit zwei Mrd. Defizit

Österreichs Außenhandelsbilanz ist im vergangenen Jahr noch schlechter ausgefallen als zuletzt angenommen. Die Ausfuhren legten 2008 zwar um 2,5 Prozent auf 117,53 Mrd. Euro zu, allerdings lagen die Einfuhren mit einer Zunahme um 4,7 Prozent auf 119,57 Mrd. Euro um 2,04 Mrd. Euro höher. Das geht aus den Freitag veröffentlichten endgültigen Zahlen der Statistik Austria hervor.

Aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union bezog Österreich im Berichtszeitraum Waren im Wert von 88,02 Mrd. Euro, das entspricht einem Anstieg um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Wert der in diese Länder versandten Waren betrug 84,80 Mrd. Euro, das ist um zwei Prozent mehr als im Zeitraum Jänner bis Dezember 2007. Im Handel mit der Europäischen Union gab es ein Passivum von 3,22 Mrd. Euro.

Der Außenhandel mit Drittstaaten fiel im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum bei den Importen mit 31,55 Mrd. Euro (+8,8 Prozent), bei den Exporten mit 32,73 Mrd. Euro um 3,7 Prozent höher aus. Das Aktivum der Handelsbilanz mit Drittländern betrug 1,18 Mrd. Euro.

Im Berichtsmonat Dezember 2008 lag der Einfuhrwert bei 8,58 Mrd. Euro und verzeichnete ein Minus von 2,7 Prozent gegenüber Dezember 2007, die Ausfuhren betrugen 7,66 Mrd. Euro und lagen um 8,3 Prozent unter dem Vergleichswert zum Vorjahresmonat. Die Warenverkehrsbilanz verzeichnete einen Einfuhrüberschuss von 0,92 Mrd. Euro.