Briten geraten in Strudel der Euro-Krise

Die Schuldenkrise in der Euro-Zone hat nun endgültig auch das Nicht-Mitglied Großbritannien eingeholt. Die Regierung in London muss erstmals um die britische Top-Bonitätsnote fürchten, weil die Agentur Moody's in der Nacht auf Dienstag den Ausblick für das wertvolle "Aaa" auf negativ setzte.

Angesichts der engen wirtschaftlichen Verflechtung mit der Euro-Zone gefährde die Krise auch die Kreditwürdigkeit Großbritanniens, erklärte die Agentur. Zudem untergrabe die von der Krise mitverursachte wirtschaftliche Flaute die Sparbemühungen der Regierung. Finanzminister George Osborne sprach von einem Weckruf: "Großbritannien muss sein Schuldenproblem angehen", mahnte er. Die britische Wirtschaft habe in den kommenden Jahren nur schwache Wachstumsaussichten, erklärte Moody's. Damit gerate das Ziel der Regierung in Gefahr, den Schuldenberg ab dem Fiskaljahr 2015/2016 abzutragen.

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