Brown hofft auf Einigung mit den USA

Brown: Baldige Einigung auf globale Bankenabgabe

Der britische Premierminister Brown rechnet mit einer baldigen Einigung der weltgrößten Volkswirtschaften auf eine globale Bankenabgabe. Wie die "Financial Times" berichtete, wird es wohl beim nächsten G-20-Gipfel im Juni noch nicht zu einem Beschluss kommen. Beim darauffolgenden Treffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Seoul im November strebe Brown allerdings ein Abkommen an.

Brown zufolge sind sich Großbritannien, Frankreich und Deutschland über die Notwendigkeit einer Bankenabgabe einig. Er hoffe, dass sich die USA ihnen anschlösse, sagte er dem Blatt. "Das Verhältnis zwischen Banken und Gesellschaft muss sich ändern". Nach Angaben der Zeitung wollte der Premierminister nicht sagen, wie hoch in Großbritannien die Einnahmen durch die Bankenabgabe ausfallen sollen. Er nannte lediglich die in Deutschland aufs Jahr angepeilten 1,2 Milliarden Euro und die in den USA anvisierten zehn Milliarden Dollar als Beispiele.

Erst in der vergangenen Woche hatte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Gespräch mit Brown erklärt, beide Politiker würden sich in der Europäischen Union für ein gemeinsames Vorgehen bei Bankenabgaben starkmachen. Damit könnten die Europäer dann beim nächsten G-20-Gipfel für die Abgabe als einen weltweiten Ansatz zur Beteiligung der Banken an der Bewältigung von Finanzkrisen eintreten.

Unter den G-20-Staaten gibt es auch Widerstand gegen eine solche Abgabe. Kanada hat beispielsweise angekündigt, eine globale Einigung auf eine Bankenabgabe zu blockieren, weil während der Wirtschaftskrise keine kanadische Bank gerettet werden musste.