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AK-Urlaubscheck

Enorme Preisunterschiede bei Mietautos

Die Arbeiterkammer hat bei ihrem Vergleich Unterschiede von bis zu 240 % entdeckt. Die Konsumentenschützer raten daher zu Preisvergleichen.

Enorme Preisunterschiede für Mietautos im Urlaub ortet die Arbeiterkammer: Ein bereits in Österreich gebuchtes Leihauto kann in einem Land - je nach Anbieter - mehr als zweimal soviel kosten, zeigt ein AK-Test für zwölf Urlaubsdestinationen bei acht Anbietern. Geraten wird zu gründlichen Preisvergleichen: Wer ein Mietauto schon zu Hause bucht, sollte mehrere Angebote einholen, so AK-Konsumentenschützer Harald Glatz.

Preisdifferenz von 240 %

Für Gran Canaria etwa fanden die AK-Tester eine Preisdifferenz von 240 % zwischen dem billigsten und teuersten Autovermieter. Das günstigste verfügbare Auto (inklusive Steuern und Versicherungen) war bei Holiday Autos um knapp 149 Euro pro Woche zu haben. Bei Hertz kostete es fast 506 Euro.

Leistungen divergieren stark

Gründe für die großen Preisunterschiede sind unter anderem Selbstbehalte, Personeninsassenversicherung und Verfügbarkeit einer günstigen Kategorie. In Mallorca beispielsweise kostet eine Personeninsassenversicherung bei Holiday Autos 2,32 Euro pro Tag, bei Europcar 10,03 Euro pro Tag. Sehr unterschiedlich sind auch die Versicherungsleistungen. Die AK-Konsumentenschützer raten, genau nachzufragen, was im Preis enthalten ist, ob es einen Selbstbehalt gibt und wie hoch er ist.

Billiger als im Vorjahr waren Mietautos in Zypern, deutlich teurer in Portugal und Spanien mit bis zu 33 %. Geringe Preissteigerungen gab es auf den griechischen Inseln und auf Malta. In Antalya und Italien sind die Preise um durchschnittlich 10 % gestiegen.

Viele Anbieter haben zwei Preisvarianten. Online-Buchungen sind in der Regel günstiger als die Bezahlung direkt am Urlaubsort. So kostete die Online-Buchung mit sofortiger Bezahlung bei Avis um bis zu 20 % weniger (Antalya).