Erneut Produktionsstopp bei Saab

Beim angeschlagenen schwedischen Autobauer Saab stehen erneut die Bänder still. Grund sind nach Unternehmensangaben von Donnerstag Lieferengpässe. Der niederländische Saab-Mehrheitseigner Spyker Cars ist nach eigenen Angaben in Gesprächen mit Lieferanten über Zahlungs- und Lieferbedingungen.

Saab hatte die Produktion im Werk Trollhättan erst Ende Mai nach einer siebenwöchigen Pause wieder hochgefahren. Anfang April hatte Saab die Produktion einstellen müssen, weil wegen unbezahlter Rechnungen von Lieferanten Komponenten fehlten.

Mitte Mai hatte Saab zum zweiten Mal einen Partner aus China als möglichen Rettungsanker präsentiert. Das chinesische Auto-Vertriebsunternehmen Pang Da hatte angekündigt, für dringend benötigtes Kapital zum Wiederanlaufen der Saab-Produktion zunächst 30 Mio. Euro und danach "unter gewissen Bedingungen" weitere 15 Mio. Euro bereitzustellen. Mittelfristig wolle das chinesische Unternehmen dann für 65 Mio. Euro 24 Prozent der Spyker-Aktien übernehmen.