Bankenhilfe

Erste Bank zahlt 1,2 Mrd. Staatshilfe zurück

Die Erste fährt heuer bis zu 5 Prozent weniger Betriebsergebnis ein.

Am 8. August wird die börsenotierte Erste Group das 2009 eingeschossene staatliche Partizipationskapital (1,2 Mrd. Euro) vollständig zurückzahlen. Das gab Erste-Chef Andreas Treichl am Dienstag bekannt. Voraussetzung war, dass die jüngste Kapitalerhöhung im Juli glatt über die Bühne gegangen ist.

Im ersten Halbjahr 2013 hat die Erste ein Drittel weniger Gewinn ausgewiesen als im ersten Halbjahr 2012. Hauptgrund: In den ersten sechs Monaten des Vorjahres hatte das Institut vor allem hohe Sondergewinne aus Hybridanleiherückkäufen (Einmalertrag 413 Mio. Euro) gebucht, womit damals teure Abschreibungen auf die Rumänientochter BCR (210 Mio. Euro) verdaut werden konnten.

Im ersten Halbjahr 2013 lag nun der Nettogewinn bei 301,2 Mio. Euro, nach 453,6 Mio. Euro. Firmenwertabschreibungen gab es aber auch heuer, allerdings geringere: Für die Erste Bank Croatia fielen 21,9 Mio. Euro an. Aus dem Verkauf der Ukraine-Tochter fielen noch 74,6 Mio. Euro an Belastungen an.

Die Erste bekräftigte heute, im gesamten heurigen Jahr bis zu 5 Prozent weniger Betriebsergebnis einzufahren als im Jahr davor. Die Kreditrisikokosten sollten im Gesamtjahr um 10 bis 15 Prozent darunter liegen, obgleich sie im zweiten Quartal höher waren als im ersten Quartal. Der Vorstand bleibt auch beim Plan, dass die rumänische Tochter BCR im Geschäftsjahr 2013 in die Gewinnzone zurückkehren soll.


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