Eurofighter zwangen AUA-Maschine zur Landung

Abfangübung

Eurofighter zwangen AUA-Maschine zur Landung

Das Bundesheer nützte den Überstellungsflug für einen Testlauf.

Das Bundesheer hat am Mittwoch einen Überstellungsflug einer zivilen Großraummaschine der Austrian Airlines nach Österreich für eine Abfangübung genützt. Zwei Eurofighter trainierten mit einer neu lackierten Passagiermaschine, in der sich keine Fluggäste befanden, das Abfangen eines Flugzeugs. Die Boeing wurde zum Fliegerhorst Zeltweg "geleitet". Die Übung verlief ohne Zwischenfälle.

Reibungsloser Testlauf
"Eine tatsächliche Landung war nicht beabsichtigt und wurde nur angedeutet, die Maschine durfte natürlich zu ihrem ursprünglichen Zielflughafen in Wien weiterfliegen", erläuterte Major Pierre Kugelweis vom Streitkräfteführungskommando in Graz im Gespräch mit der APA. Die beiden Militärjets hatten Mittwochvormittag die Aufgabe, die Großmaschine, die laut Übungsannahme im österreichischen Luftraum aufgetaucht war, ohne sich per Funk zu melden, abzufangen und dann einen "Landezwang" durchzusetzen. Der Testlauf endete nach rund 20 Minuten um 10.45 Uhr. "Die Übung ist reibungslos verlaufen - auch wenn etwas später gestartet wurde", erklärte Kugelweis.

Enge und zeitkritische Koordinierung
Im Zuge des Manövers flog ein Eurofighter sehr knapp an das zivile Luftfahrzeug heran und nahm mit dem Piloten Blickkontakt auf, erklärte Kugelweis. Danach wurde das Flugzeug von beiden Jets zum Militärflughafen Zeltweg eskortiert. Großmaschinen wie die Boeing 767 hätten ein gänzlich anderes Flugverhalten wie die ansonsten zur Übung verwendeten kleineren Luftfahrzeuge des Bundesheeres, wurde vonseiten des Streitkräfteführungskommandos betont. Geübt wurden zugleich die enge und zeitkritische Koordinierung zwischen Militärpiloten, Radarleitoffizieren und der militärischen sowie zivilen Flugsicherung.

Sehr gute Zusammenarbeit
"Die Zusammenarbeit der Luftraumverteidigung des Bundesheeres mit den Austrian Airlines funktionierte wieder sehr gut. Ich freue mich sehr, dass sich die Gelegenheit des gegenseitigen Erfahrungsaustausches ergeben hat", betonte Oberst Peter Schinnerl kurz nach Abschluss des Übungseinsatzes.