EZB-Noyer: Banken brauchen keine neue Geldspritze

EZB-Ratsmitglied Christian Noyer hält eine neue langfristige Liquiditätsspritze für Banken derzeit nicht für nötig. Denn im Moment sei genug Liquidität vorhanden, sagte Frankreichs Zentralbankchef der Zeitung "Le Monde". "Aber wir bleiben wachsam." Noyer betonte, die Europäische Zentralbank (EZB) sei bereit mit verschiedenen Instrumenten gegenzusteuern, falls Spannungen bei der Liquidität die Erholung in der Eurozone gefährden sollten.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte am Mittwoch nach der EZB-Sitzung bekräftigt: "Wir haben eine Menge Optionen." Dazu gehöre auch eine weitere Zinssenkung, signalisierte Draghi vor Reportern. "Wir werden so handeln, wie es für die Geldmärkte angebracht ist."

Die EZB hatte auf dem Höhepunkt der Schuldenkrise im Winter 2011/12 rund eine Billion Euro über zwei jeweils drei Jahre laufende Refinanzierungsgeschäfte (LTRO) in das europäische Finanzsystem gepumpt. Die Notenbank wollte damit verhindern, dass Banken vom Kapitalmarkt abgeschnitten werden.

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