ATX Wiener Börse

Wiener Börse

ATX sehr schwach

Der ATX fiel 43,69 Punkte oder 1,72 Prozent auf 2.500,98 Einheiten.

Die Wiener Börse hat am Montag erneut deutliche Kursverluste hinnehmen müssen. Der ATX fiel 43,69 Punkte oder 1,72 Prozent auf 2.500,98 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 55 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.556 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,22 Prozent, DAX/Frankfurt -0,76 Prozent, FTSE/London +0,03 Prozent und CAC-40/Paris -0,92 Prozent.

   Nach den deutlichen Verlusten vom Freitag startete der ATX auch in die neue Handelswoche mit klaren Abschlägen. Auch die anderen europäischen Indizes zeigten sich im roten Bereich, wenn auch weniger deutlich. Marktteilnehmer verwiesen zur Begründung für die schwache Tendenz auf die griechische Schuldenkrise, die anhaltenden Turbulenzen an den Anleihemärkten sowie den etwas festeren Euro.

   Die veröffentlichten Konjunkturdaten aus Europa lieferten nur geringe Impulse: Die Produktion deutscher Unternehmen ist im April überraschend stark gestiegen. Auch die deutschen Exporte zeigten sich stärker als erwartet. In der Eurozone hat sich die Stimmung von Finanzinvestoren im Juni hingegen überraschend deutlich eingetrübt, wurde zudem bekannt.

Die Abschläge in Wien erfolgten auf recht breiter Front und zogen sich durch die meisten Branchen. Im Bank-Sektor büßten Raiffeisen-Papiere deutliche 3,46 Prozent auf 13,24 Euro ein. Aktien der Erste Group gaben um 2,72 Prozent auf 25,06 Euro nach.

Ölwerte zeigten sich europaweit unter den größeren Verlierern. In Wien rutschten OMV 3,05 Prozent ins Minus auf 25,09 Euro. Schoeller-Bleckmann schlossen 1,45 Prozent schwächer bei 60,46 Euro.

Sehr schwach starteten AT&S in die Woche und verloren um 5,86 Prozent auf 4,39 Euro. Die Wertpapierexperten der RCB haben ihr Anlagevotum von "Buy" auf "Hold" gesenkt. Das Kursziel haben sie leicht von 18,00 Euro auf 17,20 Euro herabgesetzt. AT&S will für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014/15 die Dividende auf 36 Cent je Aktie erhöhen, teilte das Unternehmen heute mit. Für 2013/14 hatten die Aktionäre 20 Cent je Aktie erhalten.

Am unteren Ende des Kurszettels fanden sich auch UNIQA mit minus 5,63 Prozent auf 8,45 Euro sowie s Immo, die 3,69 Prozent auf 7,84 Euro nachgaben. Porr sanken 2,07 Prozent auf 58,73 Euro. Alle drei Titel wurden heute allerdings ex Dividende gehandelt.

Zu den wenigen Gewinnern zählten zu Wochenbeginn Wienerberger und gewannen 1,22 Prozent auf 14,96 Euro. Andritz konnten sich um 0,56 Prozent auf 54,00 Euro verbessern.