Boerse Tokio Nikkei

Nikkei 225

Börse Tokio schließt im Minus

Nordkoreanische Raketentests treiben Yen hoch.

Der Tokioter Aktienmarkt ist am Montag schwächer aus dem Handel gegangen. Der Nikkei-225 Index schloss mit minus 90,03 Punkten oder 0,46 Prozent bei 19.379,14 Zählern. Der Topix Index fiel um 3,15 Punkte oder 0,20 Prozent auf 1.554,90 Einheiten. 898 Kursgewinnern standen 912 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 155 Titel.

Der Tokioter Aktienhandel wurde dabei zum Wochenauftakt davon überschattet, dass Nordkorea nach Beobachtungen Japans und Südkoreas vier ballistische Testraketen in Richtung Japanisches Meer (Ostmeer) abgefeuert hat. Drei der Raketen seien in die 200-Meilen-Zone vor der japanischen Küste ins Meer gestürzt, teilte Ministerpräsident Shinzo Abe vor Journalisten in Tokio am Montag mit.

Die nordkoreanischen Raketentests ließen den Kurs der japanischen Landeswährung ansteigen, was den Tokioter Indizes im Gegensatz zum asiatischen Handelsumfeld Verluste einhandelte. Ein Händler sieht die Yen-Unterstützung allerdings als flüchtige Reaktion, die nur länger andauern werde, falls kurzfristig weitere derartige Tests Nordkoreas folgen. Die ungewisse, angespannte Situation sei jedoch ein Handelshemmnis, konstatiert er gegenüber der Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Unter den Tokioter Einzelwerten waren die Papiere des Textilindustriekonzerns Unitika mit einem dreiprozentigen Kursplus größter Tagesgewinner im Nikkei-225, gefolgt vom Petrochemiewert Showa Denko (plus 2,92 Prozent) und dem Stahlpapier Kobe Steel (plus 2,50 Prozent). Ans untere Ende der Kurstafel rutschten die Titel der Kaufhauskette Isetan Mitsukoshi, die über fünf Prozent einbüßten.