Börse Tokio schließt in der Gewinnzone

Japan

Börse Tokio schließt in der Gewinnzone

Der Nikkei-Index stieg um 2,72 Prozent bzw. 244,08 Punkte.

Der Tokioter Aktienmarkt ist zum Wochenschluss mit deutlich festeren Notierungen aus dem Handel gegangen. Der Nikkei-225 Index stieg 244,08 Punkte oder 2,72 Prozent auf 9.206,75 Zähler. Der Topix Index schloss mit 830,39 Einheiten und einem Aufschlag von 19,59 Punkten oder 2,42 Prozent. Der Umsatz belief sich auf rund 2.118,53 (Vortag: 2.594,72) Mio. Aktien. 1.545 Kursgewinnern standen 110 -verlierer gegenüber. Unverändert notierten 23 Titel.

Am Markt verwies man zur Erklärung für die festeren Kurse auf das gemeinsame Vorgehen der G7-Staaten gegen den starken Yen sowie eine einigermaßen stabile Lage am Katastrophenreaktor Fukushima. Auf Wochensicht büßte der Nikkei-225 aber dennoch 10,22 Prozent ein.

Die G7-Finanzminister und Notenbankpräsidenten hatten in der Nacht zum Freitag in einer Telefonkonferenz beschlossen, gemeinsam gegen den starken Anstieg des Yen vorzugehen. Es ist das erste Mal seit mehr als zehn Jahren, dass die führenden Wirtschaftsnationen gemeinsam am Devisenmarkt einschreiten. "Wir werden die Devisenmärkte genau beobachten und entsprechend zusammenarbeiten", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. Am Vortag war der Yen auf den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg gegenüber dem US-Dollar gestiegen.

Am Devisenmarkt zeigte der G7-Beschluss bereits erste Wirkung, der Yen verlor gegenüber dem Dollar deutlich an Boden. Zuletzt mussten für einen Dollar 81,77 Yen bezahlt werden. Am Vortag war ein Dollar zeitweise nur noch 76,25 Yen wert gewesen. Auch gegenüber dem Euro gab der Yen am Freitag nach.

Unter den Einzeltiteln konnten die Papiere von Tokyo Electric Power (Tepco), dem Betreiber des Katastrophenreaktors in Fukushima, an der Nikkei-Spitze 18,80 Prozent auf 948 Yen anziehen. In den vergangenen Tagen hatten die Papiere rund 60 Prozent ihres Wertes eingebüßt.

Gut gesucht präsentierten sich zudem Stahlwerte. So konnten Kobe Steel mit einem Plus von 3,13 Prozent auf 198 Yen aus dem Handel gehen, Japan Steel Works verzeichneten gar ein Kursplus von 10,82 Prozent auf 594 Yen.

Auf der Gewinnerseite fanden sich auch Öltitel. Japan Petroleum Exploration konnten sich um 7,44 Prozent auf 3.825 Yen verteuern, Inpex rückten 6,81 Prozent auf 580.000 Yen vor. Der UN-Sicherheitsrat hatte einen Militäreinsatz gegen Truppen des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi genehmigt, woraufhin der Ölpreis in New York kräftig anzog.

Uneinheitlich zeigten sich indes Autowerte. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge ist ungewiss, ob Honda die Produktion vor Mai wieder im vollen Umfang hochfahren kann. Honda beendeten die Sitzung vor diesem Hintergrund mit einem lediglich kleinen Plus von 0,82 Prozent auf 3.080 Yen. Toyota mussten sogar abgeben und verloren zum Wochenschluss 1,68 Prozent auf 3.215 Yen.