Dow Jones schließt knapp im Minus

US-Börse

Dow Jones schließt knapp im Minus

Der Dow Jones fiel um minimale 10,15 Einheiten oder 0,06 Prozent auf 18.214,42 Zähler.

Die New Yorker Aktienmärkte haben den Handel am Donnerstag ohne klare Linie beendet. Der Dow Jones fiel um minimale 10,15 Einheiten oder 0,06 Prozent auf 18.214,42 Zähler. Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index sank um 3,12 Punkte (minus 0,15 Prozent) auf 2.110,74 Zähler. Beide Indizes konnten sich zur Wochenmitte noch auf neue Bestmarken vorarbeiten.

   Der Technologieindex Nasdaq Composite Index zog indessen um 20,75 Einheiten oder 0,42 Prozent auf 4.987,89 Zähler an. Damit bewegten sich die US-Börsen im Tageverlauf nur wenig vom Fleck. Marktteilnehmer verwiesen auf fehlende Impulse, die den Märkten neuen Schwung verleihen könnten. Die heute veröffentlichten, gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Kursbewegungen, hieß es von Händlern.

   Aufgrund des Ölpreisverfall ist die Inflationsrate in den Vereinigten Staaten erstmals seit der Finanz- und Wirtschaftskrise unter die Nulllinie gefallen. Zudem haben in den USA in der vergangenen Woche mehr Menschen erstmals Arbeitslosenhilfe beantragt als erwartet. Jedoch sind die US-Aufträge für langlebige Güter im Jänner um 2,8 Prozent zum Vormonat und damit stärker als erwartet gestiegen.

   Daneben bleibt die Geldpolitik der US-Notenbank Fed im Fokus. Nach Ansicht ihres Führungsmitglieds James Bullard sollte die Fed die Märkte bald auf eine näher rückende Zinswende einstimmen. Dazu könne im März ein wichtiges Signalwort im Begleittext zum Zinsentscheid gestrichen werden, sagte der Chef der Notenbank von St. Louis dem Sender CNBC.

   Unternehmensseitig standen einige Technologiewerte im Blickpunkt. So fielen im Dow Jones IBM um 1,19 Prozent. Der Technologiekonzern treibt den Konzernumbau Richtung Cloud-Computing kräftig voran. Ab 2018 sollen die Datenverarbeitung im Internet sowie andere Bereiche abseits des klassischen Geschäfts jährlich einen Umsatz von 40 Mrd. Dollar bringen.

   Indessen führt Hewlett Packard (HP) Kreisen zufolge Gespräche über die größte Übernahme seit Jahren. Bereits in der kommenden Woche könne der Zukauf des Netzwerkspezialisten Aruba Networks bekanntgegeben werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch aus informierten Quellen. Sprecher der Unternehmen wollten sich dazu aber nicht äußern. HP-Titel fielen um 1,90 Prozent.

   Bei dem Softwarespezialisten Salesforce konnten sich die Anleger dagegen über einen Kurssprung von 11,72 Prozent freuen. Das Unternehmen überzeugte mit seinem Umsatzausblick. Im laufenden Geschäftsjahr soll der Umsatz dank einer anhaltend hohen Nachfrage auf 6,48 Mrd. Dollar bis 6,52 Mrd. Dollar steigen. Das wäre ein Plus von rund einem Fünftel.

   Kursgewinne gab es auch bei dem Technologie-Schwergewicht Apple (plus 1,26 Prozent) zu verbuchen. Der iPhone-Konzern lädt für den 9. März zu einer Veranstaltung in San Francisco ein, machte jedoch keine Angaben dazu, worum es gehen soll. Apple könnte seine mit Spannung erwartete Computeruhr im Detail präsentieren.

   Außerhalb der Technologiebranche fielen Morgan Stanley um 1,45 Prozent. Im Streit um windige Hypothekengeschäfte steht die US-Bank vor einem Vergleich mit den Behörden. Morgan Stanley soll 2,6 Mrd. Dollar zahlen. Es sei eine grundsätzliche Übereinkunft erzielt worden. Das Geldhaus habe für den Fall 2,8 Mrd. Dollar zurückgelegt.

   Im Dow Jones gaben zudem Ölwerte vor dem Hintergrund wieder fallender Ölpreise Terrain ab. Chevron büßten 1,40 Prozent ein und ExxonMobil gaben 1,06 Prozent ab.