Europas Börsen am Nachmittag weiterhin mit Gewinnen

Europas Börsen am Nachmittag weiterhin mit Gewinnen

Die europäischen Aktienmärkte haben am Montagnachmittag weiterhin mit Gewinnen tendiert. Gute Vorgaben aus Übersee sowie ein freundlicher Finanzsektor sorgten auch am Nachmittag noch für positive Impulse. Allerdings ließ die Dynamik nach einem starken Auftakt merklich nach. Auch gestiegene Hoffnungen, dass Griechenland den Staatsbankrott vermeiden wird können, beflügelten die Märkte.

Finanztitel hielten sich mehrheitlich besser als der Markt. Im Euro-Stoxx-50 gehörten ING Groep mit +2,62 % auf 7,4 Euro zu den besten Werten. In London setzten sich Royal Bank of Scotland (RBS) mit +4,48 % auf 58,3 Pence an die zweite Stelle im "Footsie". Auch in der Schweiz waren die Branchentitel unter den größten Gewinnern zu finden.

Bank of Ireland gaben gegen den positiven Branchentrend 3,89 % auf 1,73 Euro ab. Das angeschlagene Finanzinstitut gab bekannt, dass es eine Kapitalerhöhung in Höhe von 3,4 Mrd. Euro durchführen werde. Dies sei durch faule Kredite im Immobilienbereich notwendig geworden, hieß es.

Minenbetreiber in London profitierten von gestiegenen Metallpreisen. BHP Billiton erhöhten sich um 1,52 % auf 2.141 Pence. Rio Tinto gewannen 0,83 % auf 3.771 Pence. XStrata notierten um 1,89 % höher bei 1.189 Pence. Antofagasta fanden sich mit +4,58 % auf 1.039 Pence an der Spitze des "Footsie".

Größter Gewinner im Euro-Stoxx-50 waren Siemens mit einem Aufschlag von 3,46 % auf 75,35 Euro. Der Elektronikkonzern werde laut Berichten mit den am Donnerstag erwarteten Quartalszahlen seine Jahresprognose anheben.

Die Aktien von Air Liquide verteuerten sich nach Zahlen um 1,54 % auf 89,73 Euro. Der französische Gasehersteller ist im 1. Quartal erstmals wieder gewachsen. Der Umsatz legte um rund fünf Prozent auf 3,15 Mrd. Euro zu und fiel damit im Rahmen der Markterwartungen aus.

Der Navigationsgeräte-Hersteller TomTom steigerte im 1. Quartal seinen Umsatz und erwirtschaftete entgegen den Markterwartungen einen kleinen Nettogewinn. Zudem sanken die durchschnittlichen Verkaufspreise weniger stark als befürchtet. Die Titel reagierten auf die Zahlen mit einem Kurssprung von 8,15 % auf 6,48 Euro.