Europas Börsen dürften im Plus eröffnen

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Der Future auf den Euro-Stoxx-50 lässt einen um 0,47 % höheren Start erwarten. Den Londoner FTSE-100 taxierte Finspreads 0,49 % im Plus.

Alle Augen richteten sich derweil auf den großen US-Arbeitsmarktbericht, der um 14.30 Uhr veröffentlicht wird, sagte James Hughes, Marktanalyst bei CMC Markets. Die jüngsten Jobdaten hätten viele Anleger zuversichtlich gestimmt, dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt verbessert.

Beobachtet werden sollten die Aktien von Renault. Einem Bericht der französischen Zeitung "La Truibune" zufolge verhandelt der Autobauer Daimler mit dem französischen Wettbewerber über eine umfangreiche Zusammenarbeit in der Massenproduktion. Eine Vereinbarung dürfte aber nicht mehr im Januar besiegelt werden. Zudem hieß es, dass eine gegenseitige Beteiligung nicht geplant sei. Die Zeitung meldete außerdem, dass Renault den neuen Clio 4 in der Türkei produzieren könnte, um Kosten zu sparen.

Wegen des Streits über das Militärflugzeug A400M der Airbus-Mutter EADS könnten sich die EADS-Papiere bewegen. Vertreter der Bestellerländer treffen sich in der kommenden Woche, um die Finanzierung des Projektes zu besprechen. Dies sagte ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums.

Mit dem Abflauen der Schweinegrippefälle rücken auch die Titel der Pharmakonzerne Novartis, GlaxoSmithKline, AstraZeneca und Sanofi-Aventis wieder in den Blick. Die USA haben derzeit - im Gegensatz zu einigen europäischen Ländern - noch keine Entscheidung darüber gefällt, ob sie Bestellungen des Impfstoffs gegen die Schweinegrippe stornieren wollen. Dies sagte ein Vertreter der US-Gesundheitsbehörde am Donnerstag.

An der Börsen in London könnten die Papiere von Barclays zulegen. Die UBS stufte die Papiere der Bank auf "Buy" hoch. Die Sorgen um die strategische Ausrichtung des Unternehmens seien gesunken und die Titel seien attraktiv bewertet, schrieb Analyst John-Paul Crutchley in einer aktuellen Studie.

In Mailand stehen die Titel von Intesa SanPaolo im Fokus. Die italienische Kartellbehörde will nun bis zum 22. Februar prüfen, ob die 2006 festgelegten Bedingungen für die Fusion der ehemaligen Banken Sanpaolo und Banca Intesa zur neuen Intesa SanPaolo verletzt wurden.

Darüber hinaus ermittelt die Europäische Kommission gegen den dänischen Pharmakonzern Lundbeck wegen möglicher Wettbewerbsbehinderungen. Das Unternehmen verzögere in Europa möglicherweise den Markteintritt von preisgünstigen Nachahmerprodukten für das Mittel "Citalopram", teilte die Brüsseler Behörde mit. Die Arznei wird bei Depressionen eingesetzt.

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