Europas Börsen eröffnen einheitlich im Minus

Europas Börsen eröffnen einheitlich im Minus

Mit Portugal und Griechenland bleiben Börsianern zufolge nach den Abstufungen der Kreditwürdigkeit vom Vortag die Euro-Sorgenkinder im Fokus. Die Vorgaben der Überseebörsen spiegeln diese verstärkten Sorgen um die Schuldenkrise in der Eurozone negativ wider.

Trotz Naturkatastrophen und Griechenland-Krise hat die Rückversicherung Munich Re (-2,22 % auf 112,25 Euro) ihre Gewinnprognose von über 2 Mrd. Euro in diesem Jahr bekräftigt. Vorstandschef Nikolaus von Bomhard sagte auf der Hauptversammlung in München: "Das Ergebnis für das 1. Quartal wird zeigen, dass wir auf gutem Weg hin zu unserem Jahresziel sind." Die Aktionäre erhalten für 2009 eine leicht erhöhte Dividende von 5,75 Euro.

In Spanien standen die Aktien der zweitgrößten spanischen Bank BBVA im Fokus. Die Bank (-4,75 % auf 9,61 Euro) hat die Märkte nicht wie andere europäische und amerikanische Banken positiv überraschen können. Der Gewinn hat im 1. Quartal bei 1,24 Mrd. Euro stagniert. Damit schnitt das Institut aber etwas besser ab als von Experten erwartet. Am Markt lösten der stagnierende Gewinn und die Schuldenkrise Kursverluste aus.

Neuigkeiten gab es auch von Shell. Der britisch-niederländische Ölkonzern (+0,71 % auf 23,34 Euro an der Euronext Amsterdam) hat Umsatz und Gewinn im 1. Quartal kräftig gesteigert. Die Nettoerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 47 % auf 86,06 Mrd. Dollar (64,8 Mrd. Euro). Der Vorsteuergewinn sei um 74 % auf 9,97 Mrd. Dollar gestiegen. Dank höherer Ölpreise und einer gestiegenen Produktion fiel auf vergleichbarer Kostenbasis (CCS) ein Gewinn von 4,9 Mrd. Dollar an - nach 3,3 Mrd. Dollar vor einem Jahr.3

Der weltgrößte Unternehmenssoftware-Hersteller SAP (-1,96 % auf 36,28 Euro) hat die Absatzkrise hinter sich gelassen. Nach der Talfahrt des vergangenen Jahres verkaufte das Unternehmen in den ersten drei Monaten 2010 wieder mehr Software-Lizenzen und sicherte sich damit künftige Wartungserlöse. Von Jänner bis März kauften die mittlerweile 97.000 Firmenkunden bei SAP für 464 Mio. Euro Software zur Buchhaltung, Produktionssteuerung oder Kundenbetreuung, das sind 11 % mehr als vor Jahresfrist,