Europas Leitbörsen etwas schwächer

Im Frühhandel

Europas Leitbörsen etwas schwächer

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Euro-Stoxx-50 sank 7,00 Einheiten oder 0,29 Prozent auf 2.427,23 Punkte.

Die Leitbörsen in Europa haben am Donnerstag im frühen Handel etwas schwächer tendiert. Eine mögliche Enttäuschung durch die US-Notenbank und schwache Vorgaben aus den USA und Japan drückten die europäischen Aktienmärkte ins Minus, hieß es von Expertenseite. Um 9.45 Uhr notierte der DAX in Frankfurt mit 6.967,91 Punkten, das entspricht einem Minus von 42,66 Einheiten oder 0,61 Prozent.

In London gab der FT-SE-100 14,5 Einheiten oder 0,25 Prozent auf 5.729,04 Zähler ab. Der die 50 führenden Unternehmen in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion umfassende Euro-Stoxx-50 sank 7,00 Einheiten oder 0,29 Prozent auf 2.427,23 Punkte.

Die verbesserten US-Konjunkturdaten hätten den Spekulationen über unmittelbare geldpolitische Eingriffe der Fed einen Dämpfer verpasst, begründete Marktanalyst Stan Shamu von IG Markets die trübe Stimmung am Aktienmarkt. Aus diesem Grund hatten zuvor bereits die asiatischen Börsen deutlich nachgegeben.

Nach überraschend guten Geschäftszahlen des französischen Einzelhändlers Einzelhändlers Carrefour verloren die Branchenvertreter am wenigsten. Carrefour zogen um 6,60 Prozent auf 16,795 Euro an und waren damit Spitzenreiter im EuroStoxx 50.

Die Aktie des Medienkonzerns Vivendi stieg um 4,30 Prozent auf 15,76 Euro - ebenfalls nach der Bilanzvorlage. Die Ernennung von Antony Jenkins zum neuen Barclays-Chef ließ die Aktie der britischen Bank um 1,64 Prozent sinken. Novartis notierten hauchdünn im Plus mit 0,09 Prozent. Der Pharmakonzern hat in den USA die Zulassung für das Medikament Afinitor Disprez zur Behandlung eines seltenen Hirntumors erhalten. Außerdem soll noch vor Jahresende die Zulassung für ein neues Atemwege-Medikament in Europa und in Japan beantragt werden.

Lufthansa-Papiere hielten sich mit minus 0,21 Prozent recht stabil. Die Flugbegleiter werden an diesem Freitag ihre Streiks beginnen. Das bestätigte der Vorsitzende der Gewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, der dpa. Die genaue Uhrzeit des Streiks und die betroffenen Flughäfen würden erst sechs Stunden vorher bekanntgegeben. Ein Börsianer sagte allerdings: "Das ist nicht unerwartet und sollte den Kurs nicht mehr beeindrucken."

Autowerte zählten nach einer skeptischen Studie von Bernstein Research, die erneut Sorgen um die Perspektiven in China auslöste, zu den größten Verlierern. BMW-Aktien bremsten um 2,03 Prozent auf 58,99 Euro, Volkswagen und Daimler gaben ebenfalls etwa zwei Prozent ab.

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