Europas Leitbörsen in der Gewinnzone

Schluss

Europas Leitbörsen in der Gewinnzone

Gute ZEW-Konjunkturerwartungen stützen.

Die europäischen Leitbörsen sind am Dienstag einheitlich mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Der Euro-Stoxx-50 kletterte um 35,63 Einheiten oder 1,16 Prozent auf 3.120,42 Zähler.

Schon im Frühhandel sorgten guten Vorgaben aus Übersee für Auftrieb. Die überraschend starke Zunahme der ZEW-Konjunkturerwartungen ließ die Börsen ihre Auftaktgewinne stabil halten. Das Barometer für die deutsche Wirtschaft stieg im November auf plus 11,5 Zähler von minus 3,6 Punkten im Vormonat, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner Umfrage unter 220 Anlegern und Analysten mitteilte.

Ökonomen hatten lediglich mit plus 0,5 Punkten gerechnet. "Erstmals im aktuellen Jahr steigen die ZEW-Konjunkturerwartungen", sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest. Dazu dürften die Wachstumszahlen für die Eurozone beigetragen haben, die aus seiner Sicht für eine wirtschaftliche Stabilisierung sprechen. Der Währungsraum schaffte im dritten Quartal ein Plus von 0,2 Prozent. Gute US-Immobilien- und Inflationszahlen vom Nachmittag hatten indessen kaum merkbare Effekte auf die europäischen Börsen.

Im Euro-Stoxx-50 setzten sich Nokia mit plus 3,30 Prozent auf 6,415 Euro an die Indexspitze. Der finnische Konzern stellte am Dienstag das Tablet-Modell N1 vor, das mit dem Google-Betriebssystem Android läuft. Damit kehrt Nokia ins Verbrauchergeschäft zurück, nachdem die Gerätesparte vor einem halben Jahr an Microsoft verkauft worden war.

Airbus rutschten hingegen mit minus 2,51 Prozent auf 46,74 Euro an das untere Ende des Auswahlindex ab. Die Credit Suisse hatte die Bewertung der Aktien mit "Underperform" aufgenommen. Volkswagen-Aktien haben von gestiegenen europäischen Zulassungszahlen profitiert. Die Vorzugsaktien von VW stiegen 2,08 Prozent auf 174,35 Euro.

In der Pharmabranchen legten Novartis 0,88 Prozent auf 91,75 Schweizer Franken zu. Die Schweizer haben auf einem US-Kongress neue positive Daten für sein neuartiges Herzmedikament LCZ696 vorgelegt. Bayer (plus 2,16 Prozent auf 113,35 Euro) erhielt indessen die Zulassung für eine Augenmedikament in Japan. Sanofi kletterten 1,45 Prozent auf 76,91 Euro.