Europas Leitbörsen mit leichten Verlusten

Im Frühhandel

Europas Leitbörsen mit leichten Verlusten

Berichtssaison im Blick - ING schwächer, Rio Tinto mit Gewinnen.

Nach der jüngsten Gewinnserie haben die europäischen Leitbörsen zur Wochenmitte im Frühhandel leicht nachgegeben. Der Euro-Stoxx-50 ging am Mittwoch bis kurz vor 11.00 Uhr um 9,86 Einheiten oder 0,40 Prozent auf 2.430,38 Punkte zurück. Der DAX in Frankfurt notierte mit 6.942,48 Punkten, das entspricht einem Minus von 25,47 Einheiten oder 0,37 Prozent. In London gab der FT-SE-100 um 23,4 Einheiten oder 0,40 Prozent auf 5.817,85 Stellen nach. Marktbeobachter sprachen zunächst von einem Mangel an Impulsen.

Mit Blick auf die Berichtssaison rückten zur Wochenmitte ING in den Fokus, die in Amsterdam um 2,07 Prozent auf 5,634 Euro einbüßten. Der Nettogewinn des niederländischen Finanzkonzerns brach im zweiten Quartal um 22,3 Prozent auf 1,171 Mrd. Euro ein, Analysten hatten hier im Schnitt mit 1,34 Mrd. gerechnet. Zur Begründung für das schwächer als erwartet ausgefallene Zahlenwerk wurden von Managementseite unter anderem Rückstellungen für Kreditausfälle genannt.

Zahlen legte auch der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto vor, die Aktie verzeichnete in London ein Plus von 2,41 Prozent auf 3.206,00 Pence. Die gesunkenen Eisenerzpreise drückten den Halbjahres-Gewinn auf vergleichbarer Basis um 34 Prozent auf 5,2 Mrd. US-Dollar, Analysten hatten im Schnitt aber einen noch deutlicheren Rückgang auf 4,9 Mrd. Dollar vorausgesagt. An seinen Plänen, im laufenden Jahr 16 Mrd. Dollar zu investieren, hielt der Eisenerzproduzent fest. Erste Anzeichen nachlassenden Preisdrucks seien bereits festzustellen, hieß es.

In Frankfurt konzentrierte sich die Berichtssaison zur Wochenmitte auf die zweite Reihe. So sackten Klöckner & Co um 4,07 Prozent auf 7,18 Euro ab - das allerdings, nachdem die Aktie am Vortag um mehr als acht Prozent angezogen hatte. Der Stahlhändler wies am Mittwoch für das zweite Quartal einen Nettoverlust aus, der zudem höher ausfiel als von Experten prognostiziert worden war.