Einheitlich

Europas Leitbörsen schließen höher

Euro-Stoxx-50 gewann 17,72 Einheiten oder 0,56% auf 3.197,97 Zähler.

Europas Leitbörsen haben am Montag höher geschlossen. Der Handel verlief weitgehend ruhig, auch weil die US-Börsen wegen eines Feiertags geschlossen blieben. Der Euro-Stoxx-50 gewann 17,72 Einheiten oder 0,56 Prozent auf 3.197,97 Zähler.

Nach den deutlichen Kursverlusten vom Freitag zeigten sich die europäischen Aktienmärkte zu Wochenbeginn leicht erholt. Die Handelsvolumina blieben vergleichsweise gering. Im Frühhandel vorgelegte Daten zur deutschen Industrieproduktion zeigten für Juli einen Anstieg, der jedoch etwas geringer ausfiel aus erwartet. Der ebenfalls veröffentlichte Konjunkturindex des Forschungsinstituts Sentix ging stärker zurück als erwartet.

Die Börsen gaben ihre zuvor höheren Gewinne aus dem Eröffnungshandel bereits am Vormittag teilweise wieder ab. Danach bewegten sich die Indizes weitgehend seitwärts. Impulse aus den USA gab es keine. Aufgrund des "Labor Day" wurde an der Wall Street nicht gehandelt.

Im Euro-Stoxx-50 schlossen die Aktien von Orange (plus 2,31 Prozent) und Enel (plus 1,74 Prozent) im Spitzenfeld. Die Analysten von Barclays haben ihre Anlageempfehlung "Overweight" für die Orange-Aktien bestätigt. Das Kursziel wurde leicht von 18 auf 17 Euro gesenkt. Die Aktie bleibe aber zusammen mit Iliad der bevorzugte französische Telekomwert der Bank, hieß es in der entsprechenden Studie.


Die Anteilsscheine von Enel wiederum hatten von Aussagen des Unternehmens profitiert, wonach es seine Ziele für das Geschäftsjahr 2015 erreiche werde und bei der Dividende für 2016 eine positive Überraschung möglich sei.

Unter den Bankwerten zeigten sich die Papiere der UniCredit mit einem Plus von 0,98 Prozent gut gesucht. Konzernchef Federico Ghizzoni hat in einem Zeitungsinterview gesagt, dass die Bank keine Kapitalerhöhung benötige. Gleichzeitig hat er Pläne zur Jobkürzungen in Österreich und Deutschland bestätigt.

In Zürich gewann die Aktie der Credit Suisse 0,92 Prozent. Die Schweizer Großbank will gegen ein Urteil in Zusammenhang mit einem US-Immobiliengeschäft vorgehen. Ein US-Bezirksgericht hatte Credit Suisse am Freitag zur Zahlung von 287,5 Mio. Dollar an den Hegdefonds Highland Capital Management verdonnert.

An der Frankfurter Börse zeigten sich die Titel der Lufthansa mit einem knappen Plus von 0,09 Prozent wenig beeindruckt von der jüngsten Streik-Ankündigung der Gewerkschaft.