Zum Wochenende

Europas Leitbörsen schließen sehr fest

Der Euro-Stoxx-50 gewann satte 93,82 Einheiten oder 3,11 Prozent.

 Die Europäischen Leitbörsen sind nach den Turbulenzen erholt auf der Handelswoche gegangen, mussten jedoch ein Wochenverlust von 3,54 Prozent hinnehmen. Der Euro-Stoxx-50 gewann satte 93,82 Einheiten oder 3,11 Prozent auf 3.113,16 Zähler.

Die Anleger blicken auf eine dynamische Woche zurück: Einerseits belastet durch den VW-Skandal um manipulierte Abgase-Test und andererseits durch die Unsicherheit um den Zeitpunkt der US-Zinswende.

Schon vormittags legte die Märkte dann wieder zu, nachdem die Fed-Chefin am Donnerstagabend in einer Rede an der Universität von Massachusetts in Amherst bekräftigte, eine Zinserhöhung später im Jahr für angemessen zu halten. Voraussetzung sei, dass sich der US-Arbeitsmarkt weiter verbessere und sich die Inflation weiter auf eine Rate von zwei Prozent zubewege. Die Anleger nahmen das Signal durchaus positiv auf. Eine frühe Aussage würde starke Börsenschwankungen vermeiden, hieß es am Markt.

Der Trend wurde von überraschend positiven Konjunkturdaten unterstützt. Die US-Wirtschaft ist im Frühjahr noch etwas stärker gewachsen und das US-Verbrauchervertrauen hat sich im September weniger stark eingetrübt als bisher angenommen.


Außerdem ist in Frankreich die Kauflaune so gut wie seit 2007 nicht mehr. Das Barometer für das Verbrauchervertrauen kletterte im September überraschend um drei auf 97 Punkte.

Davon dürften vor allem Aktien der Luxusgüter in Paris profitiert haben. L'Oreal schoben sich mit 5,56 Prozent an die Spitze des europäischen Leitindex. LVMH verbesserten sich mit 4,93 Prozent, zu denen auch die Champagnerkellerei Moët & Chandon sowie der Accessoire-Designer Louis Vuitton gehören. Zuvor hatten die exportorientierten Unternehmen unter dem erstarken des Euro gelitten. Doch dieser gab gegenüber dem Dollar heute Freitag nach und wirkte zusätzlich stützend.

Von den günstigen Währungsverhältnissen profitierten auch Siemens mit plus 0,88 Prozent und SAP mit plus 2,10 Prozent. Belastet wurden die Aktien von Zodiac Aerospace mit minus 6,79 Prozent und Arcelormittal mit minus 1,58 Prozent.

Am Donnerstag noch auf der Poleposition im Euro-Stoxx-50, erhielten die VW-Aktien heute die rote Laterne. Mit minus 4,32 Prozent beenden sie den Börsentag und mit minus von über 35 Prozent die Handelswoche. Hingegen dämmte BMW seine Wochenverluste auf minus 10,01 Prozent ein und stabilisierte sich auf ein Tagesplus von 4,24 Prozent, sowie Daimler auf 3,53 Prozent.