Europas Leitbörsen starten im Minus

Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen starten im Minus

Euro-Stoxx-50 verliert im Frühhandel 1,05 Prozent.

Europas Leitbörsen sind am Dienstag einheitlich mit Verlusten in den Handel gestartet. Der Euro-Stoxx-50 notierte gegen zehn Uhr mit minus 1,05 Prozent oder 31,60 Punkte bei 2.970,18 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 1,25 Prozent oder 121,33 Zähler auf 9.614,82 Punkte. In London zeigte fiel der FT-SE-100 um 1,41 Prozent auf 5.794,25 Punkte.

Belastet wurden die Börsen in Asien und Europa von einem erneuten Rückgang der Rohölpreise. Nach einem kurzen Erholungsversuch war der Preis für die Referenzölsorte Brent zuletzt wieder unter die Marke von 30 Dollar je Fass gerutscht. Als Gründe für den Ölpreisverfalls nannten Marktexperten die Aussicht auf ein weiter starkes Angebot aus Saudi-Arabien sowie eine Konjunkturabschwächung der Schwellenländer.

"Die Wetten auf einen weiter sinkenden Ölpreis haben nie da gewesene Ausmaße angenommen", schreibt der CMC Markets-Analyst Jochen Stanzl am Dienstag. "Offenbar glauben nur wenige daran, dass der Boden im Ölpreis schon gefunden ist", so der Experte.

Gegen den Trend gesucht waren nach Unternehmensmeldungen die Aktien von Siemens und Philips. Siemens stiegen im Frühhandel um 5,56 Prozent auf 88,05 Euro. Der Industriekonzern hatte am Montagabend überraschend seine Gewinnprognose angehoben. Je Aktie rechnet das Management im Geschäftsjahr 2015/16 nun mit einem Gewinn von 6,00 bis 6,40 Euro. Bisher waren 5,90 bis 6,20 Euro geplant.

Philips hat in der Früh zwar für das vierte Quartal unterm Strich einen Verlust gemeldet, das operative Ergebnis dürfte die Markterwartungen aber übertroffen haben. Philips-Aktien legten bis dato 6,58 Prozent auf 24,22 Euro zu. Im Abschlussquartal belief sich der Verlust auf 39 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 134 Mio. in der Vorjahresperiode. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) kletterte dagegen dank Einsparungen um 13,3 Prozent auf 842 Mio. Der Umsatz wuchs im letzten Jahresviertel um 8,6 Prozent auf 7,1 Mrd. Euro.

Auch in den USA werden am Dienstag im Rahmen der Berichtssaison noch zahlreiche Quartalszahlen veröffentlicht. Vor Börsenstart werden etwa Ergebnisse von Procter & Gamble, Johnson & Johnson, 3M und Dupont erwartet. Nach Börsenschluss werden Apple und AT&T Zahlen vorlegen.