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Euro Stoxx 50

Europas Leitbörsen starten im Plus

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Trump schürt Hoffnungen auf Steuersenkungen und trieb Wall Street auf neue Rekordstände.

Die europäischen Leitbörsen sind am Freitag den positiven Vorgaben aus den USA und Asien gefolgt und haben den Handel mit Kursgewinnen begonnen. Der Euro-Stoxx-50 stieg gegen 9.30 Uhr um 0,14 Prozent oder 4,63 Punkte auf 3.282,42 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 0,42 Prozent oder 48,51 Zähler auf 11.691,37 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit plus 0,59 Prozent oder 42,34 Einheiten bei 7.271,84 Punkten.

Bereits an der Wall Street hatte die Hoffnung auf Steuersenkungen in den USA für neue Rekordstände gesorgt. Ausgelöst wurden die Hoffnungen vom US-Präsidenten Donald Trump, der versprach, in den nächsten Wochen "Phänomenales zum Thema Steuern" anzukündigen. Die gute Stimmung an den US-Börsen lieferte dann auch den Aktienmärkten in Asien Unterstützung. Zudem legte der Kurs des US-Dollar zu, der Euro geriet im Gegenzug unter Druck.

Hinzu kamen erfreuliche Außenhandelsdaten aus China. Der Exportweltmeister hat einen unerwartet guten Start ins Jahr hingelegt. Die Ausfuhren wuchsen im Jänner um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit so kräftig wie seit knapp einem Jahr nicht mehr. Das Plus fiel mehr als doppelt so stark aus wie von Analysten vorhergesagt.

In Europa stehen heute Industriedaten auf der Agenda. In Frankreich ist die Industrieproduktion um 0,9 Prozent zum Vormonat und damit stärker als erwartet gefallen. Im weiteren Tagesverlauf richtet sich der Blick noch auf die äquivalenten Zahlen aus Italien und Großbritannien. Am Nachmittag werden in den USA Zahlen zu den Einfuhrpreisen sowie der Index für das Michigan-Sentiment veröffentlicht.

Im Euro-Stoxx-50 waren Autowerte gesucht. Volkswagen gewannen 1,25 Prozent und Daimler zogen um 0,59 Prozent an. Einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" zufolge will Daimler-Nutzfahrzeug-Vorstand Wolfgang Bernhard den Konzern verlassen und auf die in den nächsten Wochen anstehende Vertragsverlängerung verzichten.

Auch BMW stiegen im Frühhandel um 0,52 Prozent. Das Unternehmen setzte im Jänner 143.553 Pkw seiner Kernmarke ab. Das war gegenüber dem Vorjahresmonat ein Plus von 7,2 Prozent.

Die Berichtssaison setzt sich zum Wochenschluss mit den Ergebnissen von ArcelorMittal fort. Der weltgrößte Stahlhersteller profitiert von der Erholung der Stahlpreise und hat nach einem Verlust von 7,9 Mrd. Dollar im Jahr 2015 im vergangenen Jahr wieder 1,8 Mrd. Dollar verdient. "2016 war ein Jahr des Fortschritts für ArcelorMittal, geprägt von einem sich bessernden Marktumfeld", sagte Konzernchef Lakshmi Mittal. Die Anleger belohnten die Zahlen mit einem Plus von 3,75 Prozent.

Mit einer Übernahme sorgte zudem Reckitt Benckiser für Aufmerksamkeit. Der britische Konsumgüterkonzern schluckt für rund 16,6 Mrd. Dollar den amerikanischen Babynahrung-Hersteller Mead Johnson Nutrition. Die Übernahme solle im 3. Quartal 2017 abgeschlossen werden. Das Gesamtvolumen des Geschäfts liege einschließlich der von Mead übernommenen Schulden bei 17,9 Mrd. Dollar. Die Reckitt-Aktien starteten in London um 0,83 Prozent höher.

Angeführt wurde der britische "Footsie"-Index aber von Minenwerten. Anglo American kletterten um 3,67 Prozent nach oben und rangierten damit an der Indexspitze, gefolgt von Rio Tinto mit plus 3,03 Prozent und Antofagasta mit plus 2,60 Prozent.

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