Finanzen

Europas Leitbörsen tendieren zu Mittag großteils im Minus

Sorgen um die Entwicklung der Weltwirtschaft haben den europäischen Aktienmärkten am Mittwoch Verluste beschert. Der Euro-Stoxx-50 verlor gegen 12.00 Uhr 0,59 % auf 2.729,82 Punkte. Der CAC-40 sank in Paris um 0,71 % auf 3.679,10 Punkte, der Londoner FT-SE-100 büßte 0,55 % auf 5.218,11 Punkte ein.

Börsianern zufolge wirkten schwache Zahlen vom US-Häusermarkt vom Vortag nach, die auch an der Wall Street für ein deutliches Minus gesorgt hatten. Zudem trübte sich in der Eurozone die Stimmung der Einkaufsmanager in der Eurozone im Juni ein.

Größter Verlierer im Euro-Stoxx-50 waren die Titel des französischen Medienkonzerns Vivendi mit einem Minus von 2,64 % auf 17,515 Euro. Das Unternehmen will einem Medienbericht zufolge einen 26-prozentigen Anteil an Reliance Communications, dem zweitgrößten indischen Mobilfunkbetreiber, erwerben. Schwach entwickelten sich auch Finanztitel: Barclays, Credit Agricole und BNP Paribas verloren jeweils mehr als 1,1 %.

Gegen den Trend gewannen die Aktien von BP 1,08 % auf 337,80 Pence. Am Vortag waren die Papiere noch zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit annähernd 14 Jahren gefallen. Royal Dutch Shell sanken indessen um 1,19 % auf 1.821,50 Pence. Zwar hatte ein US-Richter am Dienstag in einem Urteil das Verbot der Regierung in Washington für Tiefseebohrungen im Golf von Mexiko aufgehoben, doch angeblich arbeitet das Innenministerium schon an einem neuen Moratorium.

Mit einem Minus von 0,06 % auf 155,50 Schweizer Franken hielte sich die Aktien des Pharmaunternehmens Roche Holding besser als der Swiss-Market-Index (SMI). Händler verwiesen darauf, dass die Konzerntochter Genentech von der US-Gesundheitsbehörde FDA die Zulassung für Lucentis erhalten hatte. Das Medikament wird bei Patienten eingesetzt, die aufgrund eines Makulaödems nach einem Venenastverschluss einen Verlust der Sehkraft erlitten haben.

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