Wochenstart

Europas Leitbörsen ohne klare Richtung

Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,59 Prozent oder 18,82 Punkte.

Die Leitbörsen in Europa zeigten sich am Vormittag ohne klare Richtung. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.00 Uhr mit minus 0,59 Prozent oder 18,82 Punkte bei 3.165,84 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,58 Prozent oder 57,45 Zähler auf 9.864,66 Punkte. In London zeigte sich der FT-SE-100 mit plus 0,37 Prozent oder 24,60 auf 6.622,78 Punkte.

Vor allem der neuerliche Anlauf zur Wahl eines neuen griechischen Präsidenten verunsichert zum Wochenauftakt die Investoren, hieß es aus dem Handel. Allen voran verlor die Athener Aktienbörse im Frühhandel über fünf Prozent. Scheitert heute der dritte und letzte Anlauf bei der Wahl, ist nach der griechischen Verfassung eine vorgezogene Parlamentswahl vorgeschrieben. Einziger Kandidat ist der konservative ehemalige EU-Kommissar Stavros Dimas (73).

Politische Beobachter gehen davon aus, dass Dimas - der Kandidat der Regierungskoalition unter Ministerpräsident Antonis Samaras - es erneut nicht schaffen wird, die nötigen Stimmen zu bekommen. Die namentliche Abstimmung beginnt um 11.00 Uhr. Mit dem Ergebnis wird etwa eine Stunde später gerechnet.

Neben dem Dauerthema Griechenland gerät zum Wochenauftakt auch der russische Rubel wieder etwas unter Druck, er büßte zum US-Dollar über 3,5 Prozent ein. Dies wird vorrangig mit den sinkenden Devisenverkäufen russischer Exportunternehmen begründet - die Exporteure hätten mittlerweile genug Rubel angekauft, um ihre monatliche Steuerlast zu begleichen, berichtete das Onlineportal des Guardian.

Unter den Einzelwerten blieb die Meldungslage recht dünn. Das Verschwinden eines AirAsia-Flugzeugs in Südostasien hat Händlern zufolge die Aktien der Allianz um 0,68 Prozent nach unten gedrückt. Die Allianz ist nach eigenen Angaben wichtigster Rückversicherer der vermissten Airbus-Maschine. Auch die Papiere des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Airbus standen mit einem Verlust von 0,66 Prozent unter Druck.

Schwächster Sektor war die Telekombranche, die in einem europäischen Branchenvergleich 1,23 Prozent abgab. Allen voran waren die Titel des spanischen Telekomkonzerns Telefonica mit minus 2,16 Prozent auf 11,98 Euro ans untere Ende des Auswahlindex Euro-Stoxx-50 gerutscht.