ATX Wiener Börse

Wiener Börse

Moderate Kursverluste zum Wochenstart

Der ATX fiel um 8,78 Punkte oder 0,38 Prozent auf 2.271,91 Einheiten.

Die Wiener Börse hat am Montag etwas schwächer geschlossen. Der ATX fiel um 8,78 Punkte oder 0,38 Prozent auf 2.271,91 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 18 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.290 Punkten.

   Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,00 Prozent, DAX/Frankfurt -0,55 Prozent, FTSE/London +0,03 Prozent und CAC-40/Paris +0,39 Prozent.

   An den europäischen Leitbörsen gab es zum Wochenstart keine einheitliche Richtung zu beobachten. Nach den klaren Kursverlusten in der Vorwoche haben die Aktienbörsen zu einem Stabilisierungsversuch angesetzt, der jedoch nur mäßig erfolgreich ausfiel, kommentierten Marktteilnehmer.

   Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand die angekündigte Finanzspritze zur Rettung der angeschlagenen portugiesischen Großbank Banco Espirito Santo (BES). Die Bank erhält eine Kapitalspritze - im wesentlichen übrig gebliebene Summen aus dem europäischen Rettungspaket - in Höhe von 4,9 Mrd. Euro. Faule Kredite und Geschäfte der BES sollen zudem in eine "Bad Bank" ausgelagert werden.

   Nennenswerte Konjunkturnachrichten standen indessen nicht auf der Agenda. Auch die laufende Berichtssaison legte heute eine Pause ein und setzt sich erst morgen mit den Zahlen von RHI und voestalpine wieder fort. Im Vorfeld der Zahlenveröffentlichung schlossen RHI um klare 3,53 Prozent schwächer bei 21,88 Euro und voestalpine gaben 0,09 Prozent auf 32,66 Euro ab.

   Ans Ende der Kurstafel rutschten jedoch erneut Kapsch TrafficCom ab. Die Aktien des Mautsystemherstellers büßten 7,10 Prozent auf 24,98 Euro ein. Bereits am vergangenen Freitag sackten die Titel um achteinhalb Prozent ab.

   Immofinanz verloren klare 2,68 Prozent auf 2,25 Euro. Immofinanz-Chef Eduard Zehetner bezeichnete den Aktienkurs als "irrational niedrig". Das Immobilien-Unternehmen leidet unter der Ukraine-Krise. Die unter Druck befindlichen Immobilienpreise in Osteuropa werden erst wieder anziehen wenn die Krise in der Ukraine vorbei ist. Dann soll es auch wieder mit dem Aktienkurs bergauf gehen.

   Bankwerte konnten keine klare Richtung finden. Während Raiffeisen 0,78 Prozent auf 19,84 Euro fielen, zogen Erste Group um 1,49 Prozent auf 19,38 Euro an. Unter den Kursgewinnern waren auch OMV mit plus 0,52 Prozent auf 29,80 Euro zu finden. Wie der OMV-Chef Gerhard Roiss in einem Pressegespräch sagte, sieht die OMV im Wasserstoff den Treibstoff der Zukunft und will in den nächsten Jahren 20 Mio. Euro in die Wasserstoff-Entwicklung investieren.

   AMAG ermäßigten sich um 0,19 Prozent auf 26,45 Euro. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihr Kursziel für die Aktien der Alu-Schmiede von 24,0 Euro auf 26,50 Euro angehoben. Das Votum "Hold" blieb unverändert. Die jüngsten Zweitquartalszahlen von AMAG wurden von den Experten als gut bewertet.