US-Börsen

Ölpreis belastet Wall Street

Der Dow Jones schloss um klare 315,51 Punkte oder 1,79 Prozent schwächer.

Die US-Börsen zeigten sich zu Wochenschluss deutlich belastet vom weiter fallenden Ölpreis. Der Dow Jones schloss am Freitag um klare 315,51 Punkte oder 1,79 Prozent schwächer bei 17.280,83 Zählern und verzeichnete damit die schlechteste Woche seit September 2011. Sämtliche Werte im Index schlossen im roten Bereich.

Auch der marktbreite S&P-500 Index ging klar schwächer aus dem Handel. Er verlor 32,99 Punkte oder 1,62 Prozent auf 2.002,34 Punkte. Die Technologiebörse Nasdaq verzeichnete ebenfalls deutliche Verluste. Der Nasdaq Composite Index fiel um 54,57 Einheiten oder 1,16 Prozent auf 4.653,60 Zähler.

Eine Erholung des Ölpreises ist weiterhin nicht in Sicht. Nachdem der Preis für ein Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) bereits am Vorabend unter 60 Dollar gefallen war, sank er heute weiter bis auf 57 Dollar. Zudem kürzte die Internationale Energieagentur (IEA) zum vierten Mal in fünf Monaten ihre Prognose für die globale Ölnachfrage im kommenden Jahr. Im Dow Jones zählten die beiden Ölwerte daraufhin zu den größten Verlierern: Die Exxon-Aktie fiel um 2,91 Prozent auf 86,60 Dollar, für Chevron-Papiere ging es 2,41 Prozent auf 102,38 Dollar abwärts.

Gute Konjunkturdaten setzten vor diesem Hintergrund keine Impulse. Das im Frühhandel veröffentlichte Konsumklima-Barometer der Universität Michigan zeigte, dass der Optimismus der US-Verbraucher so groß ist wie seit Jänner 2007 nicht mehr.

Für Aufsehen sorgte hingegen die Adobe-Aktie, die einen Kurssprung von 9,06 Prozent hinlegte und damit bei 76,06 Dollar aus dem Handel ging. Der Software-Hersteller kündigte an, die Online-Fotoagentur Fotolia zu übernehmen. Zudem fielen die vorgelegten Quartalszahlen positiv aus: Im vierten Quartal hat Adobe einen Nettogewinn von 73,3 Mio. Dollar erzielt, nach 65,3 Mio. Dollar im Vorjahr.

Satte Zugewinne verzeichneten auch die Anteilsscheine der Internet-Kreditplattform Lending Club, die an ihrem zweiten Handelstag um 5,38 Prozent höher schlossen. Bei ihrem Börsendebüt hatten sie 56,20 Prozent über dem Ausgabepreis geschlossen.

Ihre zweiwöchige Talfahrt vorerst beendet hat die GoPro-Aktie. Nach einer Kaufempfehlung von JPMorgan schlossen die Papiere des Actionkamera-Herstellers um 0,78 Prozent verbessert bei 60,52 Dollar.