US-Börsen: Eröffnung einheitlich im Plus

US-Börsen

US-Börsen: Eröffnung einheitlich im Plus

Fed-Anhörung vor US-Kongress im Blick.

Nach Entspannung der Lage in Griechenland und China haben die New Yorker Aktienbörsen am Montag mit Gewinnen eröffnet. Gegen 16.00 Uhr gewann der Dow Jones Industrial Index um 180,16 Einheiten oder 1,01 Prozent auf 17.940,57 Zähler. Der S&P-500 Index stieg 18,52 Punkte oder 0,89 Prozent auf 2.095,14 Zähler. Der Nasdaq Composite Index stieg 57,09 Punkte oder 1,14 Prozent auf 5.054,79 Einheiten.

Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone öffneten auf einem Sondergipfel die Tür für Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket für das hoch verschuldete Griechenland - und wandten damit einen sofortigen Kollaps des Krisenlandes vorerst ab. Unterdessen hat sich die Phase der Erholung an den chinesischen Börsen, nach dem jüngsten Börsencrash manifestiert. Außenhandelswerte in der zweitgrößten Volkswirtschaft waren für Juni überraschend positiv ausgefallen.

Nun schwenkt der Fokus der Anleger auf die Konjunkturdaten der USA und damit auch auf die Notenbank (Fed) der größten Volkswirtschaft. Während heute der Datenkalender leer bleibt, erwarten Anleger im Verlauf der Woche eine Reihe von Wertveröffentlichungen: unter anderem den Empire State Index und Philly Fed Index jeweils für Juli, Erzeugerpreise und Industrieproduktion jeweils für Juni sowie den Konjunkturbericht der Fed, dem sogenannten Beige Book.

 Zudem findet am Mittwoch die halbjährliche Anhörung der Fed-Vorsitzenden, Janet Yellen, vor dem US-Kongress statt. Sollten sich die Konjunkturdaten weiter verbessern und die Arbeitslosenquote bei 5,2 Prozent einpendeln, dürfte Yellen Experten zufolge Hinweise auf eine Zinserhöhung im September geben. Es wäre die erste Leitzinsanhebung seit dem Jahr 2006.

Bei den Einzelwerten haben vor allem Bankaktien von der Griechenland-Entspannung profitiert. Im Laufe der Woche legen eine Reihe Branchenunternehmen ihre Geschäftszahlen für das zweite Quartal vor. Den Reigen beginnt am Dienstag JPMorgan (plus 1,33 Prozent), bevor zur Wochenmitte die Bank of America (plus 1,44 Prozent) und am Donnerstag Goldman Sachs (plus 1,42 Prozent) folgen.

Daneben hielten sich Ölwerte nur knapp im grünen Bereich. Die gesunken Ölpreise dürften die Branche belastet haben. Im Falle einer Einigung mit Iran auf ein Atomabkommen würden Sanktionen aufgehoben und zusätzliches Öl aus dem Iran exportiert werden. Die Aktien von Exxon notierten nur mit plus 0,13 Prozent, die von Chevron traten mit plus 0,02 Prozent auf der Stelle und Valero Energy stiegen immerhin 0,38 Prozent.

Bei den Einzelhändlern rückten Amazon 2,66 Prozent und Walmart 1,16 Prozent weiter vor. Zum 20. Jubiläum zur Wochenmitte versucht Amazon, so etwas wie einen eigenen internationalen Feiertag zu etablieren: Den "Prime Day" mit Sonderangeboten nur für Nutzer seines kostenpflichtigen Abo-Dienstes.

Außerdem kletterten die Anteilsscheine von Lockeed 1,40 Prozent sowie die United Technologies 0,74 Prozent hoch. Der Rüstungsriese Lockheed Martin verhandelt einem Zeitungsbericht zufolge um eine milliardenschwere Übernahme der Helikoptersparte Sikorsky vom Industriekonzern United Technologies. Die Gespräche seien fortgeschritten, eine Einigung könne bereits in den nächsten Tagen erzielt werden, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Der Kaufpreis dürfe bei über 8,0 Mrd. Dollar (7,2 Mrd. Euro) liegen, damit wäre es für Lockheed der größte Deal seit der Übernahme der Martin Marietta Corporation vor 20 Jahren.