Schwache Öltitel

US-Börsen mit Verlusten

Der Dow Jones fiel um 27,16 Einheiten oder 0,15 Prozent.

Die New Yorker Aktienbörsen haben die Sitzung am Dienstag einheitlich mit moderaten Kursverlusten beendet. Sinkende Preise bei Rohöl und Kupfer standen erfreulichen Quartalszahlen von Alcoa gegenüber. Der Dow Jones fiel um 27,16 Einheiten oder 0,15 Prozent auf 17.613,68 Zähler.

Der 500 ausgewählte US-Unternehmen fassende S&P-500 Index gab 5,23 Punkte (minus 0,26 Prozent) auf 2.023,03 Zähler ab. Der Technologieindex Nasdaq Composite Index sank um moderate 3,21 Einheiten oder 0,07 Prozent auf 4.661,50 Zähler.

Während im Frühhandel noch die erfreulich begonnene Berichtssaison für Auftrieb an der Wall Street sorgen konnte, trübte sich die Stimmung im Verlauf wegen Sorgen um den weiter fallenden Ölpreis sowie wegen schwacher Rohstoffpreise deutlich ein. Alle drei US-Leitindizes rutschten zwischenzeitlich deutlich in den roten Bereich ab. Am Ende gingen die Märkte mit einem moderaten Minus aus dem Handel.

Bereits am Montag nach Handelsschluss hatte der Aluminiumkonzern Alcoa mit seinen Quartalsergebnissen die neue Berichtssaison eröffnet. Unterm Strich kam das Unternehmen auf einen Quartalsgewinn von 159 Mio. Dollar, das war besser als im Vorfeld erwartet worden war. Der Konzern profitierte von höheren Aluminium-Preisen. Vor einem Jahr stand noch ein Verlust von 2,3 Mrd. Dollar in den Büchern.


Die erfreulichen Zahlen halfen den Aktien des Unternehmens aber nicht: Alcoa gingen mit einem klaren Minus von 2,29 Prozent aus dem Handel und folgten damit dem schwachen Branchentrend der US-Rohstoffwerte. Im Zuge eines Preisverfalls bei Kupfer sackten zudem Freeport McMoRan (minus 7,55 Prozent) und Newmont Mining (minus 3,92 Prozent) deutlich ab. Der Preis für Kupfer ist heute auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren gefallen, hieß es von Marktteilnehmern.

Von der anhaltenden Talfahrt der Ölpreise belastet waren zudem Energiewerte einmal mehr unter den Kursverlierern im Dow Jones zu finden. ExxonMobil gaben 0,37 Prozent ab und Chevron fielen um 1,59 Prozent. Beide Ölsorten waren heute im Verlauf so billig wie seit Frühjahr 2009 nicht mehr. Zudem kostete erstmals seit langem amerikanisches Rohöl (WTI) kurzzeitig etwas mehr als Nordseeöl (Brent).

Bergauf ging es dagegen für Aktien aus der Technologiebranche. So zogen Google um 0,95 Prozent an und Apple gewannen 0,83 Prozent. Apple-Aktien profitierten von einer Hochstufung des Votums von "Neutral" auf "Outperform" durch die Investmentbank Credit Suisse. Die Experten hoben ihre Absatzerwartungen für das iPhone und sehen Potenzial für Barmittelausschüttungen. Auch Amazon legten 1,14 Prozent zu, nachdem die Analysten der Citigroup die Titel zum Kauf empfohlen hatten, hieß es aus dem Handel. Im Dow Jones fielen dagegen Intel um 0,27 Prozent. Intel wird am kommenden Donnerstag seine Zahlen vorlegen.

Ein Kursplus von 0,23 Prozent gab es für Boeing zu verbuchen. Zwar hat Europas größter Flugzeugbauer Airbus seinen US-Rivalen im vergangenen Jahr bei Neubestellungen abgehängt, allerdings lagen die Amerikaner bei den Auslieferungen und dem Wert der Neuaufträge deutlich vorn.