Boerse

Best Buy rutschen ab

US-Börsen schließen etwas höher

Die US-Notenbank Fed belässt den Leitzins weiterhin auf Rekordtief.

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Dienstag nach der Zinssitzung der US-Notenbank Fed mit etwas festeren Kursen geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index stieg 47,98 Punkte oder 0,42 Prozent auf 11.476,54 Einheiten. Der S&P-500 Index gewann 1,13 Punkte (plus 0,09 Prozent) auf 1.241,59 Zähler. Der Nasdaq Composite Index erhöhte sich um 2,81 Einheiten oder 0,11 Prozent auf 2.627,72 Zähler.

Die US-Börsen sind von einem schwachen Konjunkturausblick durch die US-Notenbank Fed belastet worden. Die Währungshüter sind nach wie vor unzufrieden mit den Konjunkturfortschritten der weltgrößten Volkswirtschaft. Das nur schleppende Wachstum sei für eine nachhaltige Verbesserung am Arbeitsmarkt unzureichend, kommentierten die Notenbanker nach ihrer Zinsentscheidung.

Der Zinsentscheid selbst fiel wie erwartet unspektakulär aus. Die Fed belässt das Zinsband auf dem Rekordtief zwischen 0 und 0,25 Prozent. Für Auftrieb sorgten indessen die das fünfte Mal in Folge gestiegenen Einzelhandelsumsätze. Die Erlöse stiegen im November auf Jahressicht um 0,8 Prozent und damit mehr als von Volkswirten im Vorfeld erwartet.

An der Spitze des S&P-500 schlossen die Aktien des in der Wirtschaftskrise unter staatliche Fittiche genommenen Versicherers AIG, die um 6,70 Prozent auf 51,77 Dollar kletterten. AIG-Chef Steve Miller sieht dem Rückzug des Staates aus dem Konzern positiv entgegen, nachdem die US-Regierung schon die Großbank Citigroup und den Autoproduzenten General Motors erfolgreich aus staatlicher Obhut entlassen hatte.

Kräftige Kursverluste gab es nach der Vorlage seiner Quartalsbilanz für den Einzelhändler Best Buy. Die Aktien rutschten um 14,82 Prozent auf 35,52 Dollar ab. Im dritten Quartal hatte Best Buy mit 54 Cent je Aktie weniger Gewinn erwirtschaftet als von Analysten mit 60 Cent je Titel erwartet worden war. Auch den verhaltenen Ausblick betrachteten Marktteilnehmer mit Sorgenfalten.

   Der Technologiekonzern Yahoo! will Kreisen zufolge bis zu 600 Stellen streichen. Dies entspreche zwischen vier und fünf Prozent der Gesamt-Beschäftigtenzahl des Internet-Riesen, hieß es. Die Aktien gingen um 0,40 Prozent schwächer bei 16,63 Dollar aus dem Handel. Der Mitbewerber Google steht indes im Visier französischer Wettbewerbshüter, die sich über die marktbeherrschende Stellung des Internetriesen beklagt haben. Google gewannen dennoch 0,05 Prozent auf 594,91 Dollar.

Unter den Nebenwerten sorgten Analystenstimmen teils für kräftige Kursbewegungen. So gewannen Comcast um 3,14 Prozent auf 21,99 Dollar, nachdem die Experten von Sanford C. Bernstein die Titel des Kabelnetzbetreibers von "market perform" auf "outperform" hochgestuft hatten. Veeco Instruments rutschten indessen 15,57 Prozent auf 42,19 Dollar ab. Die Citigroup hat die Aktie von "Buy" auf "Hold" abgestuft.

Abschläge gab es auch bei Ameristar Casinos, die um 7,04 Prozent auf 16,64 Dollar nachgaben. Das Unternehmen will seine Verkaufspläne nicht mehr länger verfolgen, hieß es. Im Gegensatz dazu sucht Genoptix nach einem Käufer für die Firma und hat die Experten der Bank Barclays mit der Suche nach Interessenten beauftragt. Die Titel gewannen 16,69 Prozent auf 20,98 Dollar.