US-Börsen schließen mit massiven Verlusten

Konjunktursorgen

US-Börsen schließen mit massiven Verlusten

Dow Jones verlor um kräftige 391,01 Punkte oder 3,51% auf 10.733,83 Einheiten.

Die New Yorker Aktienbörsen haben am Donnerstag mit massiven Verlusten geschlossen. Der Dow Jones Industrial Index reduzierte sich um kräftige 391,01 Punkte oder 3,51 Prozent auf 10.733,83 Einheiten, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 10.597,14 Punkte abgerutscht war.

Der S&P-500 Index schwächte sich um 37,20 Punkte (minus 3,19 Prozent) auf 1.129,56 Zähler ab. Der Nasdaq Composite Index verringerte sich um massive 82,52 Einheiten oder 3,25 Prozent auf 2.455,67 Zähler.

Belastend wirkten am heutigen Handelstag wieder verstärkte Konjunktursorgen, nachdem die US-Notenbank Fed am Vortag im Anschluss an ihre zweitägige Zinssitzung von "signifikanten Abwärtsrisiken" für die US-Wirtschaft gesprochen hatte. Hinzu kamen schwache Konjunkturdaten aus China, denen zufolge die Industrie im September erneut geschrumpft ist.

Für zusätzlichen Abwärtsdruck sorgten Abwertungen von italienischen und US-Banken durch die Ratingagenturen Standard & Poor's (S&P) und Moody's, was Anleger um die Stabilität des internationalen Bankensystems fürchten lasse, wie es am Markt hieß. Die am heutigen Handelstag veröffentlichten US-Konjunkturdaten fielen mit dem Sammelindex der Frühindikatoren und dem FHFA-Hauspreisindex zwar mehrheitlich besser aus als erwartet, vermochten angesichts der sonstigen Nachrichtenlage aber kaum für positive Impulse zu sorgen

Unter den im Dow Jones gelisteten Einzelwerten schlossen United Technology am unteren Ende des wichtigsten US-Index mit einem kräftigen Abschlag von 8,76 Prozent auf 68,32 Dollar. Der Mischkonzern hatte zuvor die Übernahme des Flugzeugtechnik-Zulieferers Goodrich (plus 10,11 Prozent auf 120,56 Dollar) angekündigt, die sich United Technology 16,5 Mrd. Dollar in bar kosten lässt.

Kräftige Abschläge verzeichneten auch Rohstofftitel - die bereits in Europa zu den größten Kursverlierern gezählt hatten. Die Alcoa-Aktie etwa verlor als einer der schwächsten Dow-Werte um 6,73 Prozent auf 10,11 Dollar. Auch die Ölpapiere Chevron (minus 4,35 Prozent auf 90,17 Dollar) und ExxonMobil (minus 3,79 Prozent auf 69,24 Dollar) entwickelten sich schwächer als der Gesamtmarkt.

Außerhalb des Dow Jones büßten FedEx um 8,17 Prozent auf 66,58 Dollar ein, nachdem der global tätige Paketdienst seine Prognose angesichts der schwächelnden Konjunktur nach unten revidiert hatte. Vor allem die Nachfrage nach den lukrativen Expressversendungen habe sich abgekühlt, erklärte der Konkurrent von United Parcel Service (UPS).

Größere Kursverluste gab es auch bei Hewlett Packard (HP) zu beobachten, die um 4,92 Prozent auf 22,80 Dollar nachgaben. Nachbörslich zogen die Aktien allerdings wieder an, nachdem der Wechsel in der Chef-Etage, über den am Markt bereits seit dem Vortag spekuliert worden war, nun offiziell ist: Nach nicht einmal einem Jahr an der Spitze des Konzerns hört Léo Apotheker auf. Nachfolgerin wird die ehemalige Ebay-Chefin Meg Whitman.

Besser als der Gesamtmarkt hielten sich indes AT&T, die lediglich um 1,94 Prozent auf 27,75 Dollar abgaben. Der Telekomriese verzichtete bei der umstrittenen Übernahme von T-Mobile USA auf Vergleichsverhandlungen mit Vertretern des Justizministeriums und lässt es nun auf eine Gerichtsverhandlung ankommen.